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 Dichter

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Mozart
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BeitragThema: Dichter   Mi Aug 13, 2008 7:13 pm

150. Geburtstag von Nikolaus Lenau

In der Schwabensiedlung Csatad, im südlichen Ungarn, wurde Franz Nikolaus Edler von Strehlenau am 13. August 1802 geboren. Im Jahre 1807 stirbt erst 29jährig sein Vater. Einige Jahre nach dem Tod des Vaters verehelichte sich seine Mutter wieder. 1818 kam er zu seinen Großeltern nach Stockerau. Der junge Nikolaus Lenau, wie er sich nach der zweiten und dritten Silbe seines Adelsprädikates nannte, besuchte die Universität Wien und studierte zuerst Philosophie. In weiterer Folge wechselte er häufig die Studienrichtung, sehr zum Ärger seiner adeligen Großeltern. Nach dem Tod seiner Großmutter im Jahre 1830 kam er durch das Erbe, das er antrat, in die Lage, sich seiner eigentlichen Berufung, der Dichtung, zuzuwenden. Die erste Gedichtsammlung Lenaus wurde während seiner Abwesenheit, er befand sich auf einer Amerikareise (1832 bis 1835), bei Cotta veröffentlicht und stellte den Dichter mit einem Schlag in die vorderste Reihe der Lyriker. Nach einem Schlaganfall wurde er am 15. Oktober 1844 wahnsinnig, man brachte ihn in die Heilanstalt Zeller nach Winnental. Erst am 22. August 1850 erlöste der Tod ihn von seinem Schicksal.



Erscheinungsdatum: 13.08.1952
Druckart: Rastertiefdruck
Entwurf: Vinzenz Gorgon
Stich: Ferdinand Lorber
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke
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Mozart
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BeitragThema: 25. Todestag von Anton Wildgans   Fr Aug 15, 2008 3:08 am

Der große österreichische Dichter wurde am 17. April 1881 als Sohn des damaligen Ministerialvizesekretärs im k.k. Ackerbauministerium Dr. Friedrich Wildgans und seiner Gattin Therese in Wien geboren. Eine Scharlacherkrankung im Kindesalter wurde zu einer ständigen Belastung seiner Gesundheit bis zu seinem Lebensende. Er schlug nach dem Wunsch seines Vaters zuerst eine juristische Laufbahn ein. Die Liebe zur Poesie führte seinen Lebensweg aber schon bald in eine andere Richtung. Er verzichtete auf die Laufbahn als staatlich angestellter Richter. 1909 erschien sein erster Gedichtband "Herbstfrühling", dem 1911 der zweite "Und hättet der Liebe nicht" folgte. Als Lyriker, Epiker und Dramatiker feierte der Dichter in der Folge unzählige Erfolge. Der Zusammenbruch der Monarchie und die folgende Zeit der Auflösung des Althergebrachten bedeutete für Wildgans eine große seelische Erschütterung. Er wird allerdings überraschenderweise in dieser Zeit zum Direktor des Wiener Burgtheaters berufen. Seine Demission am 28. Juli 1922 war das traurige Ergebnis eines Kampfes gegen unsichtbare Mächte in der Verwaltung. Die Enttäuschungen dieses Lebensabschnittes schwächten den Dichter zusehends, und am 3. Mai 1932 verstarb er an einem Herzinfarkt.



Erscheinungsdatum: 03.05.1957
Druckart: Stichtiefdruck
Entwurf: Hans Strohofer
Stich: Ferdinand Lorber
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke
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Mozart
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BeitragThema: 100. Geburtstag von Dr. Karl Schönherr   So Aug 24, 2008 10:33 am

"Er trug Tirols Fahne in die Welt", lautet die Inschrift der Gedenktafel am Geburtshaus des heute nicht unumstrittenen Dichters Karl Schönherr in Axams, westlich von Innsbruck, wo er am 24. Februar 1867 geboren wurde. Nach der Matura in Bozen studierte er an der Innsbrucker Universität Medizin. Bereits während seines Studiums, das er 1896 in Wien abschloss, fallen seine ersten literarischen Versuche auf - heitere Mundartgedichte und kurze Erzählungen. Nach kaum zehn Berufsjahren widmete sich Schönherr nur noch seinem literarischen Schaffen. Bis 1913 erschienen mehrere Erzählbände, doch erst als Dramatiker feierte der Sohn eines Lehrers seine großen Erfolge. Es interessierten ihn vor allem menschliche Schicksale, denen, vielfach selbstverschuldet, die Betroffenen nicht entrinnen konnten. Im Wien der literarischen Zirkel um die Jahrhundertwende ging Schönherr seinen Weg als Einzelgänger, der seinen eigenen Stil prägte. Hatte er seine Laufbahn mit dem ländlichen Drama begonnen, so wandte er sich später dem aktuellen sozialkritischen Zeitstück zu. Der ganz große Wurf gelang ihm 1908 mit "Erde" sowie 1915 mit seinem bisher meistgespielten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Dreipersonen-Stück "Der Weibsteufel". Schönherr erhielt zahlreiche hohe Auszeichnungen und starb 76jährig am 15. März 1943. Das Markenbild zeigt das Porträt des Dichters.



Erscheinungsdatum: 24.02.1967
Druckart: Rastertiefdruck
Entwurf: Adalbert Pilch
Stich: Alfred Nefe
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke
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Mozart
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BeitragThema: 175. Geburtstag von Ferdinand Raimund   Mo Sep 29, 2008 1:10 pm

Ferdinand Raimund wurde am 1. Juni 1790 in Wien geboren. Als er 12 Jahre alt war, musste er als Vollwaise seine heiß geliebte Schule verlassen und ging zu einem Zuckerbäcker in die Lehre. Allerdings hatte diese Stelle einen Vorteil: Er durfte nicht nur ins Theater, dem sein Lebenstraum galt, sondern er musste sogar hin, um Süßigkeiten zu verkaufen. Als 18jähriger erhielt er in Preßburg sein erstes Engagement als Schauspieler, wo er vier Jahre lang durch die Lande zog. Dann endlich wurde er an das Theater in der Josefstadt engagiert. Drei Jahre danach, im Jahr 1817, wurde Ferdinand Raimund als Darsteller und Regisseur an das Theater in der Leopoldstadt berufen, wo er zu großem Ruhm gelangen sollte. Vorerst noch unter einem Pseudonym veröffentlichte er "Der Barometer auf der Zauberinsel". Als das Stück ein überragender Erfolg wurde, zeichnete er seine folgenden Zaubermärchen "Der Diamant des Geisterkönigs" oder der "Bauer als Millionär" mit seinem Namen. Bald galt er als der "Shakespeare Wiens". Ein Theater wurde nach ihm benannt, und seine beiden reifsten Stücke, "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" sowie "Der Verschwender", wurden uraufgeführt. Nachdem er von einem Hund gebissen wurde, erschoss sich Ferdinand Raimund aus Angst vor der Tollwut und starb am 5. September 1836. Das Markenbild zeigt ein Porträt des Dichters auf dunklem Grund.



Erscheinungsdatum: 01.06.1965
Druckart: Stichtiefdruck
Entwurf: Hans Ranzoni d. J.
Stich: Hans Ranzoni d . J.
Druck: Österreichische Nationalbank
Art: Sonderpostmarke
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BeitragThema: Re: Dichter   Sa Okt 04, 2008 7:27 pm

100. Geburtstag von Hermann Bahr

Der große Dichter Hermann Bahr wurde am 19. Juli 1863 in Linz geboren. Neben den Zeitschriftenpublikationen umfasst das Lebenswerk Hermann Bahrs mehr als 120 Titel selbständiger Veröffentlichungen. 1878 verließ er als 15jähriger seine Heimatstadt, um in Salzburg die oberen Klassen des Benediktinergymnasiums bis zur Reifeprüfung zu besuchen. Nach Studien in Wien und Berlin wandte er sich ganz der Literatur zu. 1890 wurde Bahr Lektor des Fischer-Verlages in Berlin und brachte die Essaysammlung "Zur Kritik der Moderne" und ein Jahr später als zweite Folge die "Überwindung des Naturalismus" heraus. Er gründete 1894 die Zeitschrift "Die Zeit" mit, das Sprachrohr der damaligen jungen Dichtergeneration. Sie wurde zum Medium für die Wiener Sezession und warb für Otto Wagner, Josef Olbrich und Gustav Klimt. 1906/07 arbeitete er als Regisseur am Deutschen Theater in Berlin unter Max Reinhardt, in seinem handschriftlichen Tagebuch aus dieser Zeit stehen erste Pläne für die späteren "Salzburger Festspiele". Im Mai 1922 übersiedelte Hermann Bahr von Salzburg nach München, sein letzter Roman aus dem Jahr 1929 hieß "Österreich in Ewigkeit". Der bedeutende Dichter starb am 15. Januar 1934 in München.



Erscheinungsdatum: 19.07.1963
Druckart: Kombinationsdruck
Entwurf: Adalbert Pilch
Stich: Rudolf Toth
Druck: Österreichische Staatsdruckerei
Art: Sonderpostmarke
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BeitragThema: Wladimir Semjonowitsch Wyssozki   Mi Nov 15, 2017 4:41 pm



Wladimir Semjonowitsch Wyssozki, sowjetischer Schauspieler, Dichter und Sänger, wurde am 25. Januar 1938 in Moskau geboren.
Mit der Mutter wurde er während des Zweiten Weltkriegs für zwei Jahre in die Stadt Busuluk im Ural evakuiert. Der Vater war jüdischer Abstammung und Oberst der sowjetischen Armee. Mit ihm und dessen zweiter Frau lebte Wyssozki von 1947 bis 1949 in Eberswalde; hier erlernte er das Klavierspiel.
Studium am Kuibyschew-Institut für Bauingenieurswesen (1955) brach er nach dem ersten Semester ab. Er wurde 1956 lieber Schüler an der Schauspielschule des Moskauer Kunsttheaters. Hier lernte er den Dichter und Chansonnier Bulat Okudschawa und den Schriftsteller Andrei Sinjawskikennen. 1960 folgten Theater- und Filmauftritte. 1961 heiratete er ein zweites Mal und schrieb seine ersten Lieder. Er schloss sich 1964 dem Ensemble des Taganka-Theaters an und schrieb zum ersten Mal Lieder für einen Film.

Offiziell gab es in der ehemaligen Sowjetunion weder Prostitution, Verbrechen noch Antisemitismus. Aber das waren die Themen, über die der Künstler sang. Und obwohl er für den Staat ein sehr unbequemer Dichter und Sänger war, wurde er doch beim staatseigenen Melodija-Label verlegt.
Auch heute in Russland hat er noch einen Namen und gilt dort als der größte Liedermacher des 20. Jahrhunderts.

Viele seiner Lieder wurden von offizieller Seite nicht veröffentlicht, daher wurden Tonbandmitschnitte seiner Konzerte nach dem Samisdat-Prinzip verbreitet (sie wurden per Hand abgeschrieben und kopiert) und kursierten millionenfach im ganzen Land. Seinen Lebensunterhalt bestritt Wyssozki mittels seiner Engagements im Theater und in Film.

1967 lernte er Marina Vlady (französische Schauspielerin) kennen, die beiden heirateten 1969. In den 70er Jahren durfte er mit dem Ensemble des Taganka-Theaters ins Ausland reisen. Sogar in den Westen (Frankreich und USA).

Seinen letzten Auftritt hatte Wyssozki am 18. Juli 1980 im Taganka-Theater - in seiner berühmtesten Rolle – der des Hamlet.

Wladimir Semjonowitsch Wyssozki wurde nur 42 Jahre alt. Am 25. Juli 1980 starb er in seiner Moskauer Wohnung an Herzversagen. Seine schwere Alkoholkrankheit wird dabei eine große Rolle gespielt haben.

Am 28. Juli wurde Wyssozki auf dem Wagankowoer Friedhof beigesetzt. Da zu der Zeit in Moskau die Olympischen Spiele stattfanden, sorgte die Staatsführung dafür, dass die Nachricht von seinem Tod nicht in den Medien erschien. Trotzdem verbreitete sie sich in der Bevölkerung wie ein Lauffeuer, und das Begräbnis geriet zur größten nicht staatlich verordneten Demonstration, die Moskau bis dahin gesehen hatte. Wyssozki wurde im Kostüm des Hamlet zu Grabe getragen.

1987 wurde ihm postum der Staatspreis der UdSSR verliehen.

   „Hamlet hasst Rache und Gemeinheit, aber er kommt davon nicht los, er macht alles, wie die Menschen, gegen die er kämpft, obwohl er glücklich wäre, es nicht zu tun. Er möchte nicht töten, aber er wird töten und weiß das. Er kann diesen Kreis nicht verlassen, kommt nicht los von den Gesetzen und Konventionen, die seine Umgebung anbietet. Deshalb ist er verzweifelt, deshalb verliert er den Verstand!“

Seine Frau Marina Vlady schrieb das Buch Eine Liebe zwischen zwei Welten. Mein Leben mit Wladimir Wyssozki. Und unter dem Titel Wyssozki - Danke für mein Leben wurde dieses auch verfilmt.
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