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 Social Philately

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AutorNachricht
balf_de
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Re: Social Philately   Fr Dez 16, 2011 3:28 pm

Hallo Otakring!

@Ottakring schrieb:
Ich glaube, ein solcher Bericht „aus erster Hand“ ist ein sehr schönes Zeitdokument und passt in die Rubrik.
Und ob das passt!

Schon Dein zuerst gezeigter Portobrief ist ein zeitgeschichtliches Dokument: so lange schon gibt es also Broker, die ihre privaten Kunden mit Informationen versorgen!

Und dann kommt Dein zweiter Brief: zum ersten mal sehe ich einen "forwarded"-Brief, bei dem nicht die Portoersparnis der Anlass war. Aber das eigentlich Wesentliche ist der historisch relevante Inhalt: eine derart minutiöse Beschreibung der Hamburger Katastrophe ist ganz bestimmt auch für das dortige Stadtarchiv von Interesse.

Meiner Meinung nach hast Du mit Deinen Beiträgen überzeugend nachgewiesen, dass der alte Spruch von den "flüsternden Briefmarken und sprechenden Briefen" zutrifft - unabhängig von modischen Begriffen wie "Social Philately" - und dass eine zukünftig positive Entwicklung der Philatelie durch das Sammeln von "sprechenden" Belegen statt "flüsternder" Marken zu erreichen sein wird.

Einen "Nachteil" sehe ich in Deinem tollen letzten Beitrag, für den ich mich ganz herzlich bedanken möchte: wer traut sich jetzt noch, hier weiter zu machen ??

Viele Grüße
balf_de
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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Re: Social Philately   Sa Feb 11, 2012 7:39 pm

Ich denke, es ist an der Zeit, diesen Thread (wenn auch auf etwas niedereren Niveau) wieder zu beleben.

@balf_de schrieb:

....... allein was die politisch beeinflussten sozialen Aspekte anbetrifft, lassen sich bestimmt auch aus der Zeit zwischen den Kriegen, aus den ersten Nachkriegsjahren (@Kontrollratjunkie!) oder aus der Zeit des kalten Kriegs – Postkrieg! – relevante Beispiele finden.

Die gegenwärtigen anhaltenden tiefen Außentemperaturen und das von der österr. Bundesregierung geplante „Sparpaket“ (das zu einem maßgeblichen Teil Pensionisten, Beamte und Eisenbahner trifft) hat mich an diesen Beleg meiner Heimatsammlung erinnert:




Die ursprünglich vorgesehenen großzügigen 2 Schilling monatliche Spende wurden dann doch auf 50 Groschen reduziert. Auf die Freimachung der Karte vergaß der Spender geflissentlich, wodurch ein Nachporto fällig wurde.
Damals war zwar die wirtschaftliche Not bedeutend größer, dafür wurden die Gelder aber durch freiwillige Spenden aufgebracht.
Auch die Philatelisten leisteten ihren Beitrag:


Zuschlagsmarken "Winterhilfe" 3. Ausgabe, 1936

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard


Zuletzt von Gerhard am Di Feb 14, 2012 5:06 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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el mue
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BeitragThema: Re: Social Philately   Mo Feb 13, 2012 12:08 pm

Zählt der gezeigte Beleg eigentlich auch unter den Begriff Social Philately?





Kurze Anmerkung zu der Karte,

der Empfänger hat unter anderem bei Herrn Träder, der Anfang der 80er Jahre letzten Jahrhunderts verstarb, studiert. Er hat während des Studiums und auch später noch oft bei den sogenannten 'offenen Singen', welches Herr Träder veranstaltete, mitgewirkt. In der damaligen Zeit war Telefon noch purer Luxus und so wurden solche Anfragen per Postkarte erledigt.

Beste Sammlergrüsse


El Mü
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Ottakring
Mitglied
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BeitragThema: social philatelie   Sa Aug 11, 2012 12:35 pm

Hallo KJ,
ich finde der Inhalt ist nicht ganz neben der Spur, obwohl der Inhalt rein geschäftlich ist. Allerdings ist bei Preisstellungen manchmal ein Vergleich zu den heutigen Verhältnissen (die simpelste ist ja der Vergleich Porto innerhalb Deutschlands in Bezug zu den Kosten 1 kg Brot) interessant.
Viele Grüße Ottakring
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Ottakring
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BeitragThema: social philatelie   Sa Aug 11, 2012 12:35 pm

Hallo KJ,
ich finde der Inhalt ist nicht ganz neben der Spur, obwohl der Inhalt rein geschäftlich ist. Allerdings ist bei Preisstellungen manchmal ein Vergleich zu den heutigen Verhältnissen (die simpelste ist ja der Vergleich Porto innerhalb Deutschlands in Bezug zu den Kosten 1 kg Brot) interessant.
Viele Grüße Ottakring
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Kontrollratjunkie
Moderator
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BeitragThema: Re: Social Philately   Sa Aug 11, 2012 5:00 pm

@Ottakring schrieb:
Hallo KJ,
ich finde der Inhalt ist nicht ganz neben der Spur, obwohl der Inhalt rein geschäftlich ist. Allerdings ist bei Preisstellungen manchmal ein Vergleich zu den heutigen Verhältnissen (die simpelste ist ja der Vergleich Porto innerhalb Deutschlands in Bezug zu den Kosten 1 kg Brot) interessant.
Viele Grüße Ottakring

Vielen Dank für Deine Zeilen, damit hast Du einen alten Thread wiederbelebt, der es nun gar nicht verdient, in Vergessenheit zu geraten. Viellecht hat noch jemand ein paar passende Belege.

Gruß
KJ
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Dino
Mitglied in Bronze
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BeitragThema: Social Philately   So Aug 12, 2012 11:47 am

Krakau 22.1.1940

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Briefmarkentor
Mitglied in Bronze



BeitragThema: Re: Social Philately   So Aug 12, 2012 11:56 am

Dann will ich es mal mit zwei Briefen versuchen.

Der erste Brief ist aus der Preußenzeit und ging von Anklam nach Torgelow. Mehr kann ich zu diesem Brief nicht sagen. Wer kann helfen?




Der zweite, auf den ersten Blick unscheinbare (um nicht langweilig zu sagen) Brief hat für mich einen recht hohen Stellenwert.


Aus Sicht des Philatelisten läßt sich folgendes sagen:
- Stempel: TORGELOW (POM) / a ? - mir persönlich bisher einzigst bekannte Abschlag
- Datum: 12. April 1945 - am 28. April 1945 wurde das Dorf von der Roten Armee besetzt

Doch nun zum Inhalt des Briefes:



Der Text wurde mir in einem anderen Forum schon einmal "übersetzt":

Liebe Tochter,

ich muß auch einmal wieder ein paar Zeilen schreiben, und denke, daß ihr gesund seid. Könnt ihr das (Leben?) in Berlin noch ertragen? Ich glaube kaum, kommt lieber raus aus Berlin, hier ist es bis jetzt noch ruhig, und wenn wir noch raus müssen, können wir höchstens im Wald flüchten und Deckung suchen, aber ich denke, so weit wird es ja nicht mehr kommen, daß sie hier noch kämpfen dann. Ist doch schon alles vorbei.
Die Flüchtlinge sind alle noch hier.

Ich habe gehört, die Leute flüchten auch schon aus Berlin raus. Da gibt es keine Kartoffel, kein Gas, gar nichts. Hier ist ja auch alles knapp, aber bis jetzt haben sie hier noch keine Bomben geschmissen. Alarm haben wir ja auch öfter, aber sie fliegen immer rüber, es kann ja noch kommen, man weiß es ja nicht. Wir wollen es nicht hoffen. Wenn doch das mal erst ein Ende hätte. Wenn ihr auch noch raus müsst, wo wollt ihr dann hin? Dann kommt doch hierher zu uns, wo ihr bleibt, da bleiben wir alle.
Liebe Kinder, jetzt muß ich schließen. Ich bin noch gesund, viele herzliche Grüße und Küsse an alle, Mutter.
Schreibt bald.
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Ottakring
Mitglied
Mitglied
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BeitragThema: Preußenbrief   Mo Aug 13, 2012 7:27 pm

Hallo Briefmarkentor,
zu dem Preußen-Brief folgender Hinweis:
Es handelt sich um einen sog. Paketbegleitbrief, der schon auf der Vorderseite folgende Informationen hat:
Anbei ein Paket …
1 lb (Pfund)
fr = franco (bezahlt)
Rückseite Absende- und Empfangsdatum
Inhalt: Wenn ich es nicht ganz falsch lese, dann handelt es sich um eine Reklamation, aber dazu müßte ich einen gut lesbaren scan (und die Zeit zum „übersetzen“) haben!
Herzliche Grüße Ottakring
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Briefmarkentor
Mitglied in Bronze



BeitragThema: Re: Social Philately   Sa Aug 18, 2012 4:53 pm

Hallo Ottakring,

danke für diese Informationen.

Viele Grüße

Marko
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balf_de
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BeitragThema: Re: Social Philately   Mi Jul 03, 2013 4:20 pm

Hallo zusammen,

Nach dem im letzten Beitrag gezeigten außerordentlichen Zeitdokument ist es nicht ganz einfach, hier eine Fortsetzung zu finden. So wichtig wie der Brief aus den letzen Tagen des zweiten Weltkriegs ist mein kleines Heidelberger Briefchen aus dem Jahr 1868 natürlich nicht.


Aber es passt insofern hier her, weil es einen Eindruck über die „hierarchischen Strukturen“ in der Universitätsstadt Heidelberg im 19. Jahrhundert vermittelt. Und ich meine nicht nur, dass auch die Gattinnen der Professoren mit „Frau Professor“ anzusprechen waren (ist das in Österreich heute auch noch so?).

Da wartet ein kleiner Handwerker monatelang auf sein Geld und bettelt dann in seiner Verzweiflung die Frau seines Auftraggebers an und appelliert an ihr gutes Herz ...

Hier ist der Text: (soweit ich ihn entziffern konnte ...)



Geehrte Frau Professor!

Schon vor längerer Zeit habe ich dem Herrn Professor die Rechnung über die vor einem Jahre gefertigte Schieferdeckerarbeit zugesandt, auch schon einigemale geschrieben und um die Zahlung gebeten.

Es ist bekannt, daß unser Geschäft im Winter stille steht und daß im Frühjahr wir ebenfalls keine Beschäftigung haben, weil die uns auszuführenden Gebäude bis zum Dache erst vollendet sein müssen und deshalb die Reparaturen in dieser Zeit vornehmen. Die Lebensmittel sind wirklich sehr teuer, ich habe Familie, weswegen es mir recht kommen würde, wenn ich im Besitze dieses bei Ihnen noch ausstehenden Postens sein würde. – Wollten Sie vorerst eine Besichtigung der von mir gefertigten Arbeit vornehmen lassen wollen, so bitte ich ergebenst, diese bald vornehmen lassen, damit der Ausgleichung meines Guthabens nichts mehr im Wege steht.

Ich habe diese Schreiben an Sie geehrte Frau Professor gerichtet, weil ich glaube, da8 Sie die geschilderten Verhältnisse würdigen und meine ergebenste Bitte um so eher gewähren werden.

Hochachtungsvoll zeichnet ergebenst
Ludwig Ahrle, Schieferdecker
Heidelberg, den 20. Januar 1868

Viele Grüße
Alfred (balf_de)
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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Re: Social Philately   Fr Sep 27, 2013 12:02 am

@balf_de schrieb:

Die Idee, bei alten Briefen nicht nur auf Poststempel und Briefmarken zu achten, sondern sich auch in die Zeit zu versetzten, in der sie entstanden sind, hat etwas Faszinierendes...
Liebe Forumfreunde,

es wäre schön, diesen Thread wieder etwas zu beleben, sicher habt ihr noch interessante Belege zu diesem Thema.

Um einen Neuanfang zu machen, zeige ich euch einen Dienstbrief der Verwaltung der k. k. Zigarrenfabrik Stein vom Juli 1858 an die vorgesetzte Dienststelle in Wien, in seinem Erscheinungsbild nicht besonders spektakulär.



Nun, spektakulär ist auch der Inhalt nicht, aber er gibt doch einen schönen Einblick in das Sittenbild und das Arbeitsfeld der damaligen Zeit:



An die Löbliche k. k. Tabak Fabrik Verwaltung in Wien Rossau
Note!
Es wird hiermit diensthöflich angezeigt dass die hierortige Arbeiterin Theresia Sedelmaier …. Iglau gebürtig, 20 Jahre alt wegen eigenmächtigem Ausbleiben und liederlichem Lebenswandel aus dem Fabriksdieste bleibend entlassen wurde.
Von der k. k. Cigarren Fabrik Verwaltung
Stein am 9. Juli 1856


Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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wilma
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BeitragThema: Re: Social Philately   Mo Okt 14, 2013 10:48 pm

@Gerhard schrieb:
@balf_de schrieb:

Die Idee, bei alten Briefen nicht nur auf Poststempel und Briefmarken zu achten, sondern sich auch in die Zeit zu versetzten, in der sie entstanden sind, hat etwas Faszinierendes...
es wäre schön, diesen Thread wieder etwas zu beleben, sicher habt ihr noch interessante Belege zu diesem Thema.
Hier ein Briefinhalt aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, der mich persönlich sehr bewegt hat. Die Schreiberin scheint für die damalige Zeit sehr selbstbewusst zu sein,  setzt sich für die Heimkehr eines ehemaligen Soldaten  und für Familienzusammenführung (im modernen Sinn) ein. Neben den sozialen Situationen bzw. Umfeld  wird auch noch Geschichtliches erwähnt (Demarkationsliene- die mitten durch Österreich führte)   Aber lest selbst...

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" />
" />

" />
" />

Doch leider ging der Brief an den "Hansl" wieder retour!

" />

Der Grund war:

" />

Vielleicht war doch der "Hansl" bereits unterwegs nach Wien?

Wir werden es nie erfahren,

Wilma
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Gerhard
Moderator
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BeitragThema: Hagebutten   Di Nov 26, 2013 6:46 pm

Zwinkern  Sollte es im Zuge des Arbeitskampfes unserer Lehrergewerkschaft zu längerdauernden Streiks auf den Schulen kommen, könnte man doch für die Kinder wieder eine Idee aus 1948 aufgreifen:

Im September 1948 wurde von der Heilkräuterverwertung Karl Vozak aus Wien an die Schulleitung der Knaben-Hauptschule in Krems an der Donau die mit Postfreistempel in Wien 1 freigemachte portogerechte Drucksache (10 Groschen) gesendet:





Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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Kontrollratjunkie
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BeitragThema: Auswirkungen des Krieges   Mi Jun 04, 2014 12:28 am

Mit Bedauern muss ich feststellen, dass dieses schöne Thema in letzter Zeit sehr brach gelegen hat.
Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen und meine neue Mecklenburger Ganzsache auch hier einstellen.
Sie zeigt einen leider typischen Text für die schwere Nachkriegszeit.



Die Rückseite mit dem erschütternden Text.



Falls jemand den Text nicht entziffern kann, hier der Wortlaut:

"Lieber Herr Prill !
Vielen Dank für Ihr Rund-
schreiben. Ich sagte Ihnen schon, dass
ich weder persönliche Dinge, noch meine
Sammlung gerettet habe. Ich besitze
nichts. Trotzdem würde ich mich sehr
freuen gelegentlich wieder von Ihnen
zu hören. Heute bekam ich eine
kurze Zusammenstellung Danziger
Persönlichkeiten, die umgekommen
sind. Die Liste ist erschütternd. Ihr Hein ? "

Vielleicht hat ja noch jemand Lust, sich hier zu beteiligen, es würde mich freuen.

Gruß
KJ
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Social Philately   Do Jun 05, 2014 12:06 pm


Hallo Forumler,

ich denke diesen Brief, den ich heute erhalten habe, kann ich in diesem Thread zeigen.
Er stammt von einem französischen Zwangsarbeiter der im Steinkleelager Wiener Neustadt interniert war.
Dieses Lager war das frühere Anhaltelager Wöllersdorf, in dem in der 1. Republik die Nazis interniert waren.



Der Brief ist gestempelt am 29.6.43 Wiener Neustadt Feuerwerkslager und portorichtig mit einer 25 Pf Freimarke Hitler frankiert.



Die Rückseite des Briefes.

Was ich vor Erwerb des Briefes nicht gewußt habe - der Inhalt des Briefes war dabei. Ich zeige diesen Inhalt, weiß aber nicht, was darin steht, da ich nicht französisch kann. Vielleicht kann hier jemand einspringen.









Kaiserschmidt

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ziffer-freak
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BeitragThema: Re: Social Philately   Fr Jun 06, 2014 11:35 pm

@kaiserschmidt:
Gewisse Formulierungen sind etwas eigen, und schwierig zu übersetzen. Zudem ist der Inhalt - vor allem auf den letzten Seiten - manchmal etwas wirr! Ich versuch mal, den Inhalt möglichst sinngemäss wiederzugeben!:

Seite 1:

"Lieber Papa und Tante

Einige Zeilen wie jede Woche, um euch meine Neuigkeiten mitzuteilen. Ich habe letzte Woche Euern Brief erhalten, datiert 30. Mai, aber abgegangen von Vendoeuvres erst am 11. Juni. Das bringt keine sehr aktuellen Neuigkeiten. Von den Paketen hab ich bis jetzt immer noch lediglich das zweite erhalten, das Ihr mir gesendet habt. Es ist für alle aus der freien Zone dasselbe.
Aber wie ich schon in meinem vorletzten Brief erwähnt habe, ist nun das Schlimmste vorüber, und man beginnt sich nun durchzuschlagen; ausserdem gehen wir nun auch den Arbeitern des Heeres etwas zur Hand, das gibt ein kleines Taschengeld. Andererseits schlägt man sich durch,

Seite 2:

indem man etwas Gemüse einkaufen geht: Kartoffeln, Karotten, kleine Schritte (oder eher Schrittchen) Man hilft auch etwas in der Küche.
Ihr fragt mich was ich benötige, um mir ein Paket zu schicken. Wisst Ihr, ich denke das ist nicht so wichtig; Schickt was Ihr für das beste haltet.
Gestern hab ich den Tag mit Roger Moun verbracht. Er hat mir vom Paket erzählt, das Ihr durch seine Eltern habt verschicken lassen. Wenn es nicht länger dauert als bei den seinen, werde ich mich nicht mehr lange bis zum Erhalt gedulden müssen. Er hat mir die Adresse von Raoul Lebrun gegeben; aber die ist ziemlich vage und wirklich schwierig zu finden. Gemäss den Hinweisen die ich hatte, wird er ziemlich weit entfernt von hier sein, und wie ich denke, näher bei Pierre Beleyrat als bei mir. Also mach ich mir neue Gedanken. Von meiner Seite, wenn Ihr mir

Seite 3:

präzisere Angaben geben könntet über das Dorf oder die Stadt wo er sich befindet, würde das helfen.
Ihr fragt mich, wie ich mich um meine Wäsche kümmere. Im Moment geht es; Die Franzosen waschen, bügeln, und flicken sie sogar. Mit den Socken geht es, weil ich seit zwei Monaten keine mehr zur Arbeit anziehe, so nutzen sie sich nicht ab.
Ich habe diese Woche einen Brief der Verpflegungs-Einheit bekommen. Sie teilen mir mit, dass sie sich um die Hälfte unseres Lohnes kümmern. Sie müssen Euch vorher mitteilen ab wann. Ich habe ebenso den Brief an Serge erhalten. Sagt ihm, dass ich ihm eine kurze Nachricht senden werde. Ihr habt mir die Abreise von Jules Languillon mitgeteilt. Das hat mich nicht sehr überrascht, denn wir haben hier junge Leute erhalten, die direkt von den Baustellen kamen.

Seite 4:

Ich erwarte, dass mir einer dieser Jungen folgt; aber falls er meine Adresse vergessen hat, gebt mir die seine, wenn Ihr sie habt.
Davon abgesehen geht es. Die Moral hier ist immer gut. Ich wünsche, dass Ihr es auch so gut habt, wie wir es haben.
In all den Briefen die ich erhalten habe, erzählt man mir von Holzpferden. Es hat mir den Eindruck eines dortigen Festes gemacht, seit der Zeit, wo sie nicht mehr gekommen sind. Und das Theater, hat es einen Standort? Erzählt mir davon.
Ich weiss Euch nichts anderes zu sagen.
Freundliche Küsse und Guten Tag an alle.

Marcel"
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Social Philately   Sa Jun 07, 2014 10:46 am



Hallo Marcel,

herzlichen Dank für Deine Mühe !

Reinhard
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Michael D
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BeitragThema: Re: Social Philately   So Jun 08, 2014 5:53 pm

Hallo zusammen,

nur falls es nicht bekannt ist: Die blauen Striche auf den Briefseiten des Zwangsarbeiterbriefes stammen von der Zensurstelle.
Damit sollte evtl. enthaltene, mit einer unsichtbaren Tinte (Zitronensäure) geschriebene Textteile sichtbar gemacht werden.

Gruß
Michael
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Social Philately   So Jun 08, 2014 7:06 pm


Hallo Michael,

das Schöne ist - man lernt nie aus. Ich bin immer dankbar, wenn ich etwas Neues gelernt habe.
Das habe ich nicht gewußt.

Reinhard
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ziffer-freak
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BeitragThema: Re: Social Philately   So Jun 08, 2014 11:15 pm

Gern geschehen Reinhard! Smile 

Ich bin ja eigentlich Deutsch-Schweizer, und mochte den Französisch-Unterricht in der Schule eigentlich gar nicht...(was sich auch in
meinem Zeugnis deutlich spiegelte!) No Für meinen Berufswunsch allerdings, war einiges mehr gefordert...so dass ich noch ein 10.
Schuljahr in einem Internat in der Französisch-Sprachigen Schweiz anhängte! study Wozu das alles gut sein kann...! Heiligenschein 

Lieber Gruss
ANDY

("Marcel" war der Name Deines Briefschreibers! Wink )
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Social Philately   Mi Jun 11, 2014 8:46 pm


Hallo Forumler,

bei Durchsicht einer meiner Schachteln mit Belegen bin ich auf eine größere Anzahl von Karten gestoßen, denen ich bis heute keine Bedeutung zumaß. Es waren fast ausnahmslos Postkarten mit dem Wertstempeleindruck Hindenburg. Bei genauerer Betrachtung fiel mir auf, daß die meisten Absender im 2. Bezirk in Wien wohnten und ihre Wohnungseinrichtung verkaufen wollten. Der 2. Bezirk war das Zentrum der jüdischen Bevölkerung in Wien.
Die Karten datieren fast alle aus 1939 und ich vermute, daß die Juden, die zur Auswanderung gezwungen wurden, versuchten ihre Einrichtungsgegenstände zu verkaufen.













Die Absenderin der letzten Karte - Rosa Bilgurei - habe ich in der Opferdatenbank gefunden. Sie wurde 1942 deportiert und hat den Holocaust nicht überlebt.

Kaiserschmidt

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Kontrollratjunkie
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BeitragThema: Re: Social Philately   Mo Jun 30, 2014 12:17 am

Hie einmal wieder eine Karte der unmittelbaren Nachkriegszeit mit einem sehr persönlichen Text, die gut in dieses interessante Thema passt. Es handelt sich um eine Fernpostkarte von Abbehausen /Oldenburg nach Neumünster, freigemacht mit der AM - Post 8 Rpf im Amerikanischen Druck, sie ist damit um 2 Rpf überfrankiert.



Interessant ist hier die Stempelfehleinstellung. Das Datum des Tagesstempels aus Abbehausen zeigt das Datum 27.08.1944, die Karte lief aber genau 1 Jahr später nach Schleswig-Holstein. Hat man im Oldenburgischen das Kriegsende verschlafen.....? Natürlich nicht, der Tagesstempel wurde nicht korrekt eingestellt.



Gruß
KJ
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kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Social Philately   Fr Jul 11, 2014 8:22 pm

Hallo Forumler,

zur Zeit  gilt mein bevorzugtes Interesse den im 2. Weltkrieg verschleppten und in Österreich ( damals Ostmark ) tätigen Zwangsarbeitern. Ich habe wieder einige Belege, die nicht teuer sind, erwerben können.






Brief eines französischen Zwangsarbeiters vom 15.3.44 aus Wien-Liesing in das nicht besetzte Frankreich.





Brief eines französischen Zwangsarbeiters vom 22.5.43 vom Lager NORDPOL in Wien 145 = Leopoldau.

Etwas stutzig macht mich die als nächstes gezeigte Abrechnung der Stadt Wels an die Sauerkrautfabrik Bergthallers Witwe  über RM 252,40. Die Firma bezahlt an die Stadt Wels den damals völig normalen Stundenlohn von 60 Rpf und zusätzlich eine Leistungszulage von Rm 20,-, die mit 10% pauschalversteuert wurde. Ich war der Ansicht, daß die Betriebe die Nutznießer der Zwangsarbeit waren, das stellt sich hier ganz anders dar. Wer hat nun das von der Firma bezahlte Geld erhalten?



Eine Aussage trifft dazu der folgende Brief eines ukrainischen?  Zwangsarbeiters aus dem Jahr 1949 nach seiner Auswanderung in die USA an seinen früheren Betrieb, eine Brauerei in meiner Heimatstadt. Die in diesem Brief erwähnten Personen habe ich fast alle persönlich gekannt. Er schreibt, daß er jetzt 32 $ in der Woche verdient und sich davon mehr kaufen kann als von seinem Monatsverdienst in der Brauerei. Aber im Jahre 1949 waren 32$ weit mehr als der Monatsverdienst eines öst. Facharbeiters. Wurden während des Krieges die Zwangsarbeiter genauso entlohnt wie die einheimischen Arbeitskräfte? Wer weiß da mehr?













Kaiserschmidt

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Social Philately

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