Die Magyar Posta präsentiert einige von den einheimischen ungarischen Tierarten traditionsgemäß auf Briefmarken.
Der ungarische Büffel lebt seit mehr als tausend Jahren in diesem Gebiet. Der Büffel ist nach unseren heutigen Begriffen von dreierlei Nutzen. Er produziert Milch und Fleisch mit hohem Fettgehalt und dient als Zugtier. Gegenüber seinem vertrauten Pfleger ist er gefügig und gutmütig, im Allgemeinen ist er scheuer als das Rindvieh. Mit Rücksicht darauf, dass es sich hierbei um eine Art südlicher Abstammung handelt, kann er bei uns nur in geschlossenem Stall überwintern. Da die Zugtiere in den Hintergrund verdrängt wurden, hat sich ihre Zahl in Ungarn bedeutend verringert, heute bewahren wir sie als tiergenetische Reserve und kulturhistorisches Andenken. Das ungarische Riesenkaninchen (auch Ungarischer Riese genannt) stammt neben dem ungarischen Landkaninchen und dem Wildkaninchen auch von dem nach Ungarn gebrachten belgischen Riesenkaninchen ab. Sein Futter besteht hauptsächlich aus Haferfutter und großen Mengen an getrocknetem Grünfutter. Es wird in vier Farbvarianten gezüchtet. Die Ohren sind an den äußeren Rändern und an den Spitzen schwärzlich getönt. Das Fell ist am ganzen Körper gleichmäßig gefärbt. Ein ausgewachsenes Kaninchen wiegt zwischen 5,5 bis 7 kg. 1994 wurde es in die Liste der einheimischen Tiere aufgenommen. Heutzutage gibt es davon insgesamt nur ein paar hundert Exemplare. Die ungarische Waldziege ist eines unserer einheimischen und gesetzlich geschützten Haustiere. Als Waldziege wird sie deswegen bezeichnet, weil sie nicht infolge einer bewussten Züchtung zustande kam. Vermutlich wurde sie von unseren Vorfahren zur Zeit der Landnahme mit nach Ungarn gebracht und die robuste, fügsame Art entwickelte sich durch die Kreuzung mit den Ziegen der hier lebenden Völker. Ihr Fell ist wolfsgrau, weiß, scheckig oder graubraun, im Sommer rötlich, auf dem Rücken mit dunklen Riemen. Die Ziegenböcke tragen nach oben stehende gedrehte Hörner. Die Geschichte des Ziktaschafs in Ungarn begann nach der Türkenherrschaft, als man in den sich entvölkernden Regionen deutschsprachige Bevölkerung ansiedelte. Sie brachten das Ziktaschaf mit ins Land, dessen Körper von langbuschiger, grober, weißer Wolle bedeckt ist. In seiner ursprünglichen Heimat starb es vollkommen aus und dies verleiht dem ungarischen Bestand eine besondere Bedeutung, da abgesehen von einigen Präsentationsexemplaren von dieser Art nur eine einzige Herde existiert. Ein wirtschaftlicher Nutzen kann ihm nicht mehr zugeschrieben werden, das Ziel seiner Haltung ist einzig die Erhaltung tiergenetischer Ressourcen. Die Geschichte des ungarischen Waldesels reicht bis zu Beginn unserer Zeitrechnung zurück, da die ersten Esel zur Zeit der Kelten ins Karpatenbecken gelangten. Er wurde nie gezüchtet, sein Bestand nahm stets auf dem Wege der natürlichen Vermehrung zu. Seine Farbe ist abwechslungsvoll. Die wertvollsten Eigenschaften der Art sind die Resistenz gegenüber Krankheiten, die Genügsamkeit, die Ausdauer, das friedliche Gemüt, die Leistungsfähigkeit und die vielfältige Nutzbarkeit. 2004 wurden sie als eigenständige Art anerkannt.
Auf der Rahmenzeichnung des Blocks ist – als Teil einer auf sein natürliches Umfeld hindeutenden grafischen Komposition – der Hausbüffel zu sehen. Auf den Marken der Briefmarkenserie sind – ähnlich wie auf dem Block – auf den Lebensraum beziehungsweise das Umfeld des Tiers hindeutende Motive abgebildet. Auf den Briefmarkenbildern sind in der Reihenfolge des Nennwerts das ungarische Riesenkaninchen, die ungarische Waldziege, das Ziktaschaf und der ungarische Waldesel zu sehen. Den Sonderumschlag zieren ornamentale Tier- und Pflanzenabbildungen, die auf die Hirtenkunst hindeuten. Das Hauptmotiv des Sonderstempels ist die stilisierte Zeichnung der ungarischen Waldziege und des Ziktaschafs.
TM
Quelle: http://hu.wikipedia.org www.magyarallat.hu www.hortobagyikht.hu
Bestellkode: 2008070030011/Block 2008060050411/Serie 6/2008
Sondermarke
2103070060012/Block-FDC 2008060060012/Serie-FDC
Nennwert des Blocks: 600 Ft Gesamtnennwert der Serie: 775 Ft
Auflagenhöhe: 100.000 St. Auflagenhöhe: 400.000 Serien (50 Marken/Bogen)
Schnitt-/Perforationsabmessungen: 90 x 65 mm / 40 x 30 mm Perforationsabmessungen: 40 x 30 mm
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2008
Druckverfahren: Offsetdruck
Druckerei: Pénzjegynyomda Zrt.
Entwurf: Kálmán Székely