Briefmarken - Forum
Herzlich Willkommen im Briefmarken Forum Österreich!
Um alle Beiträge sehen und lesen zu können, muss man angemeldet sein. Ein Anmeldung ist kostenlos und unverbindlich.
*******************************************************
Welcome to the Forum Stamps Austria!
To see and read all the posts, you have to be registered. A registration is free and without obligation.

---->ANMELDUNG






Briefmarken - Forum
 
StartseitePortalKalenderFAQSuchenAnmeldenLogin
Die neuesten Themen
» Provinz Sachsen -Sowjetische Besatzungszone
von Kontrollratjunkie Heute um 12:35 am

» Briefmarken-Kalender 2017
von Gerhard Gestern um 9:13 pm

» Bauwerke und Baudenkmäler "Bautenserie"
von gabi50 Gestern um 3:40 pm

» Ostsachsen (OPD Dresden) -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie Gestern um 1:59 am

» Telegramme
von Angus3 Fr Aug 18, 2017 11:10 pm

» Lithokarten aus Österreich
von gabi50 Fr Aug 18, 2017 11:05 pm

» Berlin - Brandenburg (OPD Potsdam) -Sowjetische Besatzungszone-
von Angus3 Fr Aug 18, 2017 9:49 pm

» Abstimmung zum Bilderwettbewerb im August 2017  
von Michaela Fr Aug 18, 2017 6:39 am

» Deutsches Reich April 1933 bis 1945
von Kontrollratjunkie Fr Aug 18, 2017 12:13 am

» Was tun mit der Briefmarkensammlung? :)
von Markenfreund49 Do Aug 17, 2017 5:05 pm

» Mecklenburg und Pommern auf Ansichtskarten
von Briefmarkentor Do Aug 17, 2017 12:20 pm

» Die erste Österreichische Ausgabe 1850
von x9rf Do Aug 17, 2017 9:20 am

» Trachtenserien ANK 887 - 923 und 1052 - 1072 Belege
von gabi50 Mi Aug 16, 2017 11:30 pm

» Friedensreich Hundertwasser
von wilma Mi Aug 16, 2017 8:21 pm

» Österreich - Ergänzungsmarke
von wilma Mi Aug 16, 2017 7:33 pm

» Deutsche Militärverwaltung Rumänien
von Wolle3006 Mi Aug 16, 2017 4:54 pm

» Neuausgaben 2017 - Deutschland
von Gerhard Di Aug 15, 2017 12:59 pm

» Zeppelinpost aus USA
von Polarfahrtsucher Di Aug 15, 2017 12:56 pm

» Österreich im III. Reich (Ostmark) Belege
von kaiserschmidt Di Aug 15, 2017 9:18 am

» Südamerikafahrt 1930, Post nach Sevilla
von balf_de Mo Aug 14, 2017 7:36 pm

» Inflation in Österreich - Belege - 1918 bis 1925
von gabi50 Mo Aug 14, 2017 12:19 pm

» Bilderwettbewerb im August 2017
von Angus3 Mo Aug 14, 2017 1:06 am

» Die Freimarkenausgaben 1916 - 1918/1919
von Gerhard So Aug 13, 2017 10:57 pm

» Dinosaurier
von Markenfreund49 So Aug 13, 2017 9:28 pm

» Bestimmung Marken Finland
von gesi So Aug 13, 2017 8:54 pm

» Allgemeine Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone
von Angus3 So Aug 13, 2017 4:57 pm

» Mecklenburg - Vorpommern (OPD Schwerin) -Sowjetische Besatzungszone
von Angus3 So Aug 13, 2017 4:21 pm

» 50 Jahre Polarfahrt Luftschiff Graf Zeppelin
von toroemer So Aug 13, 2017 3:46 pm

» Sammlung Bedarfsbriefe Österreich ab 1945
von kaiserschmidt Sa Aug 12, 2017 2:16 pm

» Freimarken-Ausgabe 1867 : Kopfbildnis Kaiser Franz Joseph I
von x9rf Sa Aug 12, 2017 12:34 pm

» Sagen und Legenden
von kaiserschmidt Sa Aug 12, 2017 10:38 am

» Sondermarke „Post am Rochus“
von Gerhard Fr Aug 11, 2017 6:04 pm

» Teilbarfrankaturen BRD
von kaiserschmidt Fr Aug 11, 2017 5:44 pm

» Zollausschlussgebiete
von wilma Do Aug 10, 2017 8:42 pm

» Sondermarke „Maria Kirchental“
von Gerhard Do Aug 10, 2017 7:45 pm

» Druckdaten der Überdruckmarken "Ferienland Österreich"
von herbi Do Aug 10, 2017 5:46 pm

» Bitte um Einschätzung
von funny2482 Do Aug 10, 2017 12:14 pm

» Österreich 1925 - 1938
von kaiserschmidt Do Aug 10, 2017 11:04 am

» Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938
von kaiserschmidt Mi Aug 09, 2017 11:39 am

» berliner briefmarken 1971
von Gerhard Di Aug 08, 2017 6:42 pm

» Theresienstadt
von kaiserschmidt So Aug 06, 2017 8:19 pm

» Die Büchersammlungen der Forumsmitglieder
von kaiserschmidt So Aug 06, 2017 8:10 pm

» Alte Briefmarken Mappe vererbt
von Rudi17 So Aug 06, 2017 9:20 am

» Siegerbild im Juli 2017
von wilma Sa Aug 05, 2017 8:52 pm

» Obstserie ANk 1253 - 1258
von Gerhard Fr Aug 04, 2017 12:11 pm

» Westsachsen (OPD Leipzig) -Sowjetische Besatzungszone-
von Angus3 Fr Aug 04, 2017 11:10 am

» Freimarkenserie "Kunstwerke aus Stiften und Klöstern"
von wilma Mi Aug 02, 2017 8:19 pm

» Deutsche Lokalausgaben nach 1945
von Angus3 Mi Aug 02, 2017 12:35 pm

» Sonderstempel aus Österreich vor dem 11.3.1938
von kaiserschmidt Mi Aug 02, 2017 11:49 am

» USA Forever - runde Briefmarke
von Gerhard Di Aug 01, 2017 10:21 pm

» Österreichische Zensuren nach 45
von kaiserschmidt Di Aug 01, 2017 3:31 pm

» Postkartenserie "Quadratischer Wertstempel - Wertziffer im Dreieck" 1922-24
von kaiserschmidt Di Aug 01, 2017 11:38 am

» Südamerikafahrt 1930, Post nach Pernambuco
von balf_de Mo Jul 31, 2017 9:03 pm

» Hotelbriefe
von kaiserschmidt Mo Jul 31, 2017 10:43 am

» Landschaftsbilder ANK 738-766 - Belege
von wilma So Jul 30, 2017 8:20 pm

» Wappenzeichnung - ANK 714-736 - Belege
von wilma So Jul 30, 2017 6:55 pm

» Schmetterlinge und Libellen - Kleine bunte fliegende Juwele
von Markenfreund49 So Jul 30, 2017 4:53 pm

» Besonderheiten der Philatelie
von Jurek So Jul 30, 2017 4:47 pm

» Holz - Sondermarkenblock „Eiche“
von Gerhard Sa Jul 29, 2017 11:03 pm

» Sammlergerecht stempeln - Aufkleber
von wilma Sa Jul 29, 2017 9:30 pm

» Bienen und Hummeln auf Briefmarken
von Markenfreund49 Do Jul 27, 2017 9:45 pm

» neue Post-Uniformen
von Gerhard Do Jul 27, 2017 5:24 pm

» DDR Marken mit Lack
von ruraeder Di Jul 25, 2017 5:30 pm

» Abstimmung für das Thema für den Bilderwettbewerb August 2017 
von Michaela Mo Jul 24, 2017 9:24 am

» Thüringen (OPD Erfurt) -Sowjetische Besatzungszone-
von Kontrollratjunkie So Jul 23, 2017 5:29 pm

» Suche Deutsche marken
von Jurek Sa Jul 22, 2017 5:12 pm

» Vögel
von Markenfreund49 Fr Jul 21, 2017 8:03 am

» Sammlerpost
von wilma Do Jul 20, 2017 8:05 pm

» Was ist meine Sammlung Wert
von Dispo112 Mi Jul 19, 2017 4:26 pm

» "Österreich im Juni 1945"
von x9rf Di Jul 18, 2017 1:18 am

» Zeppelin LZ 127 + Hindenburg
von kaiserschmidt Mo Jul 17, 2017 9:16 pm

» Schlossfestspiele Langenlois
von Gerhard So Jul 16, 2017 10:48 pm

» Abarten, Verzähnungen und mehr......
von Angus3 So Jul 16, 2017 10:01 pm

» Schönes Österreich
von wilma So Jul 16, 2017 6:27 pm

» Abstimmung zum Bilderwettbewerb im Juli 2017 
von Michaela So Jul 16, 2017 10:21 am

» unbekannt Memel Abart
von Brietolt So Jul 16, 2017 8:12 am

» Briefmarke UNO Wien von 1982
von Kontrollratjunkie Sa Jul 15, 2017 12:43 am

» Bitte um Mithilfe Bewertung / Wert Rumänische Briefmarken
von x9rf Di Jul 11, 2017 11:29 pm

» Der Untergang der 1. Republik
von Gerhard Di Jul 11, 2017 12:02 pm

» Briefmarken mit Bud Spencer
von Gerhard Mo Jul 10, 2017 10:57 pm

» Weisser Fleck auf Michel-Nummer 136 West-Sachsen
von Hannoverhell Mo Jul 10, 2017 8:09 pm

» Welcher Stempel bitte?
von Markenfreund49 So Jul 09, 2017 10:32 am

» Bilderwettbewerb im Juli 2017
von wilma Sa Jul 08, 2017 6:45 pm

» Karten mit bildgleichen Briefmarkenausgaben
von wilma Sa Jul 08, 2017 6:09 pm

» 150 Jahre ungarische Briefmarken-Ausgaben
von Gerhard Sa Jul 08, 2017 10:30 am

» Sondermarkenblock „Freimarken 1867“
von Gerhard Sa Jul 08, 2017 9:54 am

» Ganzsachen Österreich Spezialkatalog und Handbuch
von gabi50 Fr Jul 07, 2017 8:38 pm

» Die Auslandsexpreßgebühr ab 1.9.1918
von kaiserschmidt Fr Jul 07, 2017 10:32 am

» Einspänniger Landpostwagen
von Gerhard Do Jul 06, 2017 12:13 pm

» Berlin Stalin Allee
von loksche Mi Jul 05, 2017 10:19 am

» Sudetenland - Ausgaben für Rumburg
von Angus3 Mo Jul 03, 2017 10:35 pm

» Gedenkblätter und Vignetten
von kaiserschmidt Sa Jul 01, 2017 8:35 pm

» Tschechoslowakei
von kaiserschmidt Sa Jul 01, 2017 8:27 pm

» Postmeistertrennung 69X A a oder c ?
von Hannoverhell Fr Jun 30, 2017 12:52 pm

» Oberschlesien Michel - Nummer 38 mit Falschaufdruck
von Kontrollratjunkie Fr Jun 30, 2017 12:24 am

» Stempelprovisorium Wien 1945 - echt oder falsch
von kaiserschmidt Do Jun 29, 2017 6:57 pm

» Krähenattacke - Postauslieferung eingestellt
von Gerhard Do Jun 29, 2017 12:24 pm

» Südamerikafahrt 1930, Post nach Rio de Janeiro
von balf_de Mi Jun 28, 2017 4:35 pm

» amtliche Ganzsachen mit privatem Wertzudruck
von kaiserschmidt Mo Jun 26, 2017 11:15 am


Austausch | 
 

 Hinweise in der Beschreibung!

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Hinweise in der Beschreibung!   Sa Feb 16, 2008 7:33 pm

Bei Briefmarkenangeboten gibt es viele Hinweise in der Beschreibung, die auf eine Fälschungen oder Verfälschung hinweisen können. Ferner werden die philatelistischen Fachausdrücke und Sonderzeichen für den Briefmarkenhandel erklärt.

Angebotsmerkmale:
Privatauktion - Mache ich eine nicht öffentliche Bieterliste, kann niemand mögliche spätere Opfer warnen. Wenn ich als Anbieter also weiss, dass meine Marken falsch oder verfälscht sind, mache ich natürlich lieber eine Privatauktion.

Profil privat - Was bei Apothekern zu Recht Pflicht ist, sollte bei Briefmarkenanbietern alle Alarmglocken tönen lassen. Steht in meinen Bewertungen zum Beispiel so etwas wie: Prüfzeichen waren falsch oder ähnliches, will der Anbieter natürlich nicht, dass Kaufinteressenten das lesen können.

Ohne Obligo - Hier darf man davon aus gehen, dass alle Marken über 100,- Katalogwert wirklich falsch sind. Warum würde ein Verkäufer das sonst schreiben? Zudem verstößt ein solches Angebot gegen Ebaybedingungen. Lesen Sie den Warnhinweis, der beim Verkaufsformular angezeigt wird, wenn Sie Briefmarken anbieten wollen.

Keine Garantie nach EU-Recht - Hier will der Verkäufer in der Regel seine Fälschungen nicht wiedersehen. Was hat es mit dem EU Recht auf sich? Alle Verkäufer haben zunächst eine Garantie von zwei Jahren für den Käufer zu gewähren. Unter bestimmten Vorraussetzungen, zum Beispiel, dass der Verkäufer kein gewerblicher Händler ist, kann er die Fristen verkürzen oder auch die Garantie ausschließen. Gemeint ist aber die Garantie für eine Funktion. Das wissen die meisten Schreiber dieser Passagen offenbar nicht. Eine Briefmarke ist keine Dampfmaschine und auch kein Toaster. Deshalb braucht man auch keine Garantie zu beschränken. Wenn im Angebot zum Beispiel als Titel steht: Bayern 1 gestempelt, dann gibt es ein Bild und als Text: Keine Garantie nach EU-Recht, meint auch der Verkäufer einer Fälschung aus dem Schneider zu sein. So ist es jdoch nicht. Was angeboten wird, muss auch geliefert werden. Das Stichwort heißt Erfüllungspflicht und gemeint ist nicht, die abgebildete Fälschung liefern zu müssen.
Also kann man zusammenfassen: In Bezug auf den Verkauf von Briefmarken, bringt eine Einschränkung der Garantie nichts. Die Erfüllungspflicht wird auch nicht außer Kraft gesetzt. Also was soll das dann? Wer irgend etwas beschränken will, Beispiel: Keine Garantie, keine Rücknahme, hat kein Vertrauen in seine Ware. Weshalb sollten Sie das dann haben?

Vorhandene Prüfzeichen sind anzuerkennen - Hier gibt es zwei Varianten. Die Erste, die Marke war erneut zur Prüfung und wurde nun abgelehnt. Die Zweite, häufigere Variante, das Prüfzeichen ist einfach falsch.

Ist unsachliches Geplänkel in mehr Worte gefaßt, als die sachliche Beschreibung? Häufig liest man: die Marken stammen von einem Polizeipräsidenten, Briefmarkenvereinsvorsitzenden oder ähnlichen. Man liest auch: ein Prüfung ist nicht nötig weil man an diesem oder jenem Detail die Echtheit sehen soll, weil es so im Katalog stünde oder die Marke von Auktionshaus X stammen soll. Sehr beliebt ist auch: Die Briefmarken müssen echt sein, sie sind von meinem Opa. All diese Behauptungen sind für Bieter nicht nachvollziehbar.

Ich habe keine Ahnung von Briefmarken, kann man häufig lesen. Trotzdem werden teure Unternummer erwähnt und Abarten vorgestellt. Da fragt man sich zu Recht, was man nun glauben soll. Das einzige, was man unbesorgt glauben darf, der Anbieter hat keine Ahnung.


Kommen mehrere dieser einschränkenden Merkmale zusammen, sollte man besser die Finger von dem vermeintlichen Schnäppchen lassen.


Fachausdrücke bei Briefmarkenangeboten
(*) oder o. G. = ungebraucht, ohne Gummi. Das können, bei klassischen Marken auch Stücke sein, die verwendet wurden aber der Entwertung entgangen sind. Lesen Sie die Hinweise in den Spezialkatalogen. Es gilt nicht für Marken bei denen Federzug oder Stempel entfernt wurde.


* = Originalgummi mit Falz/Falzresten. Gilt nicht für nachgummiert = Gummi falsch


** = postfrisch, wie am Postschalter verkauft. Gilt nur für gummiert verausgabte Marken mit vollständigem, unbehandeltem, unbeschädigtem Originalgummi. Marken die ohne Gummi verausgabt wurden können nicht ** sein, sondern sind: wie verausgabt, o. G.


*** oder (**) oder Luxusgummierung = falscher oder verfälschter Gummi
Diese Formulierung wird seit Jahrzehnten benutzt, um Marken mit falschem Gummi als vermeintlich postfrisch, anzubieten. Hier gibt es praktisch keine Ausnahmen. Die Formulierung bedeutet: falscher Gummi oder verfälschter Gummi. Beachten Sie auch, wenn Prüfzeichen von Prüfern des BPP auf ungebrauchten Marken, nicht ganz unten, am untersten Ende der Marke stehend, angebracht sind und die Marke sonst keine sichtbaren Mängel hat, ist immer der Gummi verfälscht. Davon gibt es keine Ausnahmen. Eine typische Verfälschung ist eine Posthornmarke mit Originalgummi, altsigniert zum Beispiel von SCHLEGEL BPP, 1 Zahn höher signiert, weil bei der Vorlage mit Falzrest. Der Falz wird, weitgehend spurlos, entfernt, die Marke dann als postfisch oder "Originalgummi, ohne Falz" angeboten. Objektiv geht so eine Formulierung noch über "Bauernfängerei" hinaus. Trotzdem kann man diese immer wieder lesen.


Qualitätsbezeichnungen
II. Wahl = Reste einer Briefmarke, brauchbar als Farbvergleichsstück, wegen des Stempels, als Rohmaterial für Reparaturen oder zur Herstellung einer Vergleichsschablone geeignet.


fein = Briefmarke mit verschiedenen Mängeln. Dünne Stellen, Riße, Knicke, kleinere Fehlstellen wie Löcher oder fehlende Ecken.


feinst = Briefmarke mit verschiedenen kleinen Fehlern. Eine kleine helle Stelle, kleine Bugspuren, Flecke oder kurze Zähne kann man so kurz umschreiben


Pracht = Briefmarke in normaler Erhaltung. Was das ist, steht bei klassischen Marken als Randnotiz in den jeweiligen Katalogen, bei modernen Marken für "Einwandfrei".


Kabinett = Als die Briefmarken noch nicht in gleichmäßiger Qualität an die Postschalter kamen, also etwa bis zum Jahr 1900, gab es natürlich immer schon Stücke in besonders guter Qualität. Bei einer Marke die mit Kabinett bezeichnet wird, dürfen keine Fehler vorhanden sein. Es reicht nicht, das die Marke einen breiteren Rand hat, als ein Prachtstück. Bei gestempelten Marken muß auch der Stempel klar lesbar und sauber abgeschlagen sein. Selbst eine unsichtbare Bugspur (die sieht der Prüfer im verdunstenden Benzinbad), darf nicht vorhanden sein.

Luxus = Eine Briefmarke, die als Kabinettstück zusätzlich herausragende Eigenschaften hat. Nur eine herausragende Eigenschaft reicht nicht aus. Ein Beispiel, eine Marke mit ernormen Rändern, einmal mit fast vollem Stempel, schräg abgeschlagen und einmal mit zentrischem Vollstempel (= idealer Stempel), wäre nur im letzteren Fall ein Luxusstück. Für Raritäten kann der Ausdruck "Luxus" auch angemessen sein, wenn es sich um eines der schönsten existierenden Stücke handelt.

Laienhafte "Fachbegriffe"
"Nachprüfgarantie", eine besonders lustige Wortschöpfung. Glauben Sie nicht? Tatsächlich wäre es ja etwas Gutes, wenn man ein zusätzlich Garantie erhält. Was will uns das Wort nun sagen? Das diese ungeprüfte Marke nach Ansicht des Verkäufers wirklich echt ist. Was viele Verkäufer nicht ahnen, eine Briefmarke, einfach so abgeboten, meint immer eine echte Briefmarke. Erhalten wir also etwas zusätzlich, wenn dieses Wort dabei steht? Nein! Jeder kann nach belieben seine Einkäufe nachprüfen lassen. Stellt sich die Marke bei einer kompetenten Prüfung als falsch heraus, muss der Verkäufer eine echte Marke im Austausch liefern. Es gibt, zumindest in Deutschland, nach dem BGB (und nur das gilt, kein ominöses EU-Recht) eine Erfüllungspflicht. Der muss der Verkäufer nachkommen. Also: Sie haben immer eine Nachprüfgarantie. Was kann man aus der Formulierung noch schließen? Kosten und Handling für eine Prüfung, waren dem Verkäufer zuviel. Er wälzt Arbeit und Geldvorlage auf den Käufer ab. Vergleichbar wäre eine: "Liefergarantie"! Die gibt natürlich keiner, denn hier erkennt auch der Laie, dass diese überflüssig wäre. Falls Sie den Begriff bisher in guter Absicht verwendet haben, lassen Sie ihn einfach in Zukunft weg.


Es gibt viele Wortschöpfungen, die dienen dazu, den Wert eines Artikels höher scheinen zu lassen, als er ist. Der Anbieter will also den Kaufinteressenten über den wahren Charakter des Angebotes täuschen. So eine Schöpfung ist: "Originalgummi ohne Falz". Weiter oben ist bereits beschrieben, das es sich hier um Entfalzungen handelt.


Andererseits gibt es auch Anbieter, die Laienhaft versuchen, einen vorliegenden Sachverhalt korrekt zu beschreiben. So wird zum Beispiel von Anderen die Bezeichnung "postfrisch mit Falz", als Unsitte gerügt. Wenn Jemand bei einer ungebrauchten Briefmarke einen vorhandenen Falz erwähnt, ist das Ehrlich und keine Unsitte. Mit "postfrisch" ist da wohl einfach nur "Originalgummi" gemeint. Selbst "mit Pfalz" ist besser, als das Papierstück auf der Rückseite nicht zu erwähnen.

Schon mehrfach bin ich auch auf negative Bewertungen gestoßen, in denen ein Falz bei gestempelten Marken bemängelt wurde. Wenn dieser mit Patex oder Uhu festgeklebt wurde, ist es ein Mangel, der erwähnt werden muss. Normalerweise ist der Falz aber bei gestempelten Marken ohne Belang. Ausnahme: Wasserempfindliche Marken und geprägte Marken, die durch unsachgemäßes Waschen und Trocknen Farbe oder Prägung verlieren könnten.

Mit der Erfindung von Klebstoffen, wie sie noch heute auf Klebebändern zu finden sind, kam der sogenannte Schonfalz, von Laien auch als Fettfalz bezeichnet, auf den Markt, der sich wie ein Stück Tesafilm, vorsichtig wieder von den Briefmarken abziehen lies, wenn man das zeitnah machte. Leider fettet der Klebstoff durch das Papier. Genau wie jedes Klebeband noch heute. Die so entstehenden Flecke kann man mit Wasser und Chemikalien beseitigen. Leider geht der Gummi dabei verloren. Die Flecken auf ungebrauchten Marken wirken hell. Das Paier hat jedoch nicht an Substanz verloren.

Unter "falzhellen" Briefmarken versteht man solche, die durch das Abreißen eines Falzes anstanden sind. Papierfasern bleiben am Falz kleben und beschädigen so die Briefmarken.


Lesen kann man auch die Behauptung, ungeprüfte Marken wären weniger Wert, als geprüfte. Das stimmt natürlich nicht. Nicht die Prüfung ist ausschlaggebend, sondern Qualität und Echtheit. Eine geprüfte Marke kann maximal die Kosten der Prüfung mehr Wert sein. Es gibt auch Marken im Katalog, da steht bei der Bewertung, die Preise gelten nur für geprüfte Stücke. Das ist dann auch so. Aber wieder ist die Prüfung nur der letzte Schritt. Erst einmal müssen die Marken echt sein. Für viele kleine Sammelgebiete gibt es auch nur eine kleine Zahl von Spezialsammlern. Von diesen braucht niemand eine Prüfung. Wer als Verkäufer nicht über das notwendige Fachwissen verfügt, ist auf eine auktuelle Prüfung angewiesen oder muss die Briefmarke als ausdrücklich falsch anbieten. Das schreiben die geltenden Verkaufbedingungen von Ebay für Briefmarken vor. Beachten Sie den Warnhinweis im Verkaufsformular. Sie stellen mit Turbolister ein? Rufen Sie einen Briefmarkenartikel zum Ändern auf und versuchen Sie diesen wieder fertig zu stellen. Zum Schluss kommt der Warnhinweis. Damit man sich eben auch als Verkäufer vorher informieren kann, schreibe ich diese Ratgeber. Mit Ausnahmen von zwei allgemeinen Ratgebern, immer mit Bildern echter Marken und den Erkennungsmerkmalen derselben.


Briefmarken mit falschem Gummi sind exakt so anzusetzen, wie Marken ohne Gummi. Eventuell kann man für die falsch gummierten Marken 1,- Euro pro Stück an Reinigungskosten abziehen. Falscher Gummi, auch liebevoll Neugummi genannt, erhöht nur den Wert für Betrüger. Meist sind die Marken unnatürlich hart, fleckig und auch sonst durch den falschen Gummi geschändet. Oft ist der Gummi so klebrig, dass die Marke selbst in einer Hawidtasche festklebt.
Nach oben Nach unten
 

Hinweise in der Beschreibung!

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Briefmarken - Forum  :: Fälschungen :: Fälschungen-
Tauschen oder Kaufen