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 Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938

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kaiserschmidt
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BeitragThema: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Di Jan 27, 2015 3:47 pm


hallo Forumler,

die Ganzsachen der Republik Österreich der Jahre 1925-1938 fristen ein Aschenputteldasein. Zum einen ist das Sammelgebiet dieses Zeitraumes nicht gerade beliebt, zum anderen gibt es wenig spektakuläre Belege in diesem Bereich. Da ich jedoch die 1. Republik sammle, möchte ich nach und nach Postkarten, Kartenbriefe und alles andere zeigen. Für Anregungen, Berichtigungen und das Zeigen eigener Belege bin ich stets dankbar.

Ich beginne mit der Postkarte zu 8 Groschen, Michel Nr. 268 Schneiderbauer Nr. 268.
Weder das Ausgabedatum noch die Gültgkeitsdauer sind bei diesen Katalogen angeführt, man muß sich das aus anderen Handbüchern zusammensuchen. Eigentlich ein Armutszeichen, bei jedem Briefmarkenkatalog habe ich diese Angaben.

Ausgegeben wurde die 8 Groschen Postkarte am 1.10.25, wielange sie gültig war, muß ich erst in der philatelistischen Bibliothek in Wien erheben.
Sie deckte das Postkartenporto im Inland vom 1.10.25 bis zum 30.11.26 ab.



Postkarte vom 16.1.26 innerhalb Wien gelaufen.



Wien 20.11.25 Rohrpostkarte von Wien III nach Wien VI Rohrpoststempel Mittelgasse( Instradierung 59 ).
Karte 8 Groschen Rohrpost 20 Groschen



Reko Postkarte vom 29.12.25 von Wien nach Rottenmann. Karte 8 Groschen Einschreiben 30 Groschen.



Karte vom 29.7.26 von Rodaun nach Utrecht. Die Inlandskarte wurde auffrankiert mit 16 Groschen und als Auslandskarte verwendet.



Mit Verordnung vom 2.12.26 wurde die Ausgabe von neuen Postkarten zu 10 Groschen angekündigt, da es eine Portoerhöhung gab. Die Postkarten zu 8 Groschen blieben gültig, sie waren unter Aufklebung von 2 Groschenmarken aufzubrauchen.

Kaiserschmidt



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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mi Jan 28, 2015 12:57 pm

Hallo Forumler,

noch 4 mal die P 268 in Auslandsverwendung.



Rekokarte vom 18.11.25 von Wien nach Estland. Karte 24 Groschen, Einschreibegebühr 60 Groschen



Expreßkarte vom 4.11.26 von Wien nach der CSR. Begünstigtes Kartenporto Ausland 18 Groschen, Expreßgebühr 80 Groschen. Rohrpostbeförderung. Auf Grund der hohen Expreßgebühr ins Ausland sind Briefe und Karten dieser Art nicht häufig.



Karte vom Dezember 1925 im begünstigten Grenzverkehr zur Schweiz, Porto 16 Groschen. RL Stempel.



Karte vom 12.8.26 von Wien nach Dornbirn. Da der Empfänger nicht anwesend war, wurde die Karte nach  Wildhaus in der Schweiz nachgeschickt.  Von Dornbirn nach Wildhaus galt der begünstigte Grenztarif in Höhe von 16 Groschen für Karten.
Das Fehlporto betrug demnach 8 Groschen. Die Nachgebühr errechnete sich wie folgt:
Doppelter Fehlbetrag = 16 Groschen multipliziert mit dem Schweizer Auslandsporto für Briefe = 30 Rappen geteilt durch das öst. Auslandsporto für Briefe = 40 Groschen  ergibt ein Nachporto von 12 Rappen, aufgerundet 15 Rappen. Eine reichlich komplizierte Berechnung.

Kaiserschmidt
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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Fr Jan 30, 2015 12:21 pm


Hallo Forumler,

zum 1.10.1925 wurden auch die Auslandspostkarten zu 18 und 24 Groschen ausgegeben.



Postkarte zu 18 Groschen in die CSR aus Kitzbühel 10.1.27.
Das begünstigte Porto galt in die Länder CSR, Italien, Rumänien , Ungarn und Polen.



Expreßpostkarte vom 8.6.27 aus Wien in die CSR. Kartenporto 18 Groschen, Eilzustellung 80 Groschen, Rohrpostbeförderung.



Karte vom 30.12.27 von Wien in die Schweiz. Kartenporto 24 Groschen.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Fr Feb 06, 2015 5:12 pm


Hallo Forumler,

am 16.11.25 erschienen die Frage,- und Antwortkarten zu 8,18 und 24 Groschen.



Frage und Antwortkarte zu 8 Groschen zusammenhängend Stempel Wörgl 25.3.27.



Antwortkarte Inland auffrankiert auf das Auslandsporto zu 24 Groschen Stempel Paris 27.3.27



Antwortkarte auffrankiert mit der Luftpostmarke zu 2 Groschen auf das geltende Inlandsporto 10 Groschen, das auch nach Deutschland galt. In Plauen mit 10 Pfennig für den Luftpostzuschlag versehen und mit der Flugpost nach Wien gesandt. Stempel Flughafen Plauen 26.7.27 Ankubftsstempel Flughafen Wien 27.7.27.




Frage und Antwortpostkarte zu 18 Groschen noch zusammenhängend von Wien nach Freiwaldau/CSR und zurück . Stempel Freiwaldau 13.12.31. Eine ursprünglich vorgesehene Nachgebühr von 24 cents wurde gestrichen, da die Karte richtig frankiert war.



Fragekarte aus Bregenz vom 30.9.29 in die Schweiz.



Antwortkarte zu 24 Groschen aus Klosters in der Schweiz nach Wien.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mo Feb 09, 2015 4:30 pm

Hallo Forumler,

mit 1.12.1926 wurde das Kartenporto Inland auf 10 Groschen erhöht. Dazu erschien am 2.12.26 eine einfache Postkarte für diesen Tarif.



Postkarte vom 20.9.28 von Schloß Riedau nach Urfahr bei Linz, Bahnpoststempel Passau-Wels.



SB und Michel führen diese Postkarte unter der Nummer 276 und verzeichnen  einen rötlichen und einen gelblichen Karton. Diese Postkarte wurde in Linz am 28.8.27 um 20 Uhr aufgegeben und in Wien mit der Rohrpost befördert. Expreßgebühr - damit war auch die Rohrpostbeförderung abgegolten - 20 Groschen.



Rekokarte vom 31.8.32 von Wien nach Wien, ab 1.9.32 wurde das Porto auf 12 Groschen erhöht.
Rekogebühr 30 Groschen, Karte 10 Groschen.



Auslandsverwendung nach Rumänien, dahin galt das begünstigte Auslandsporto von 18 Groschen.



Auslandsverwendung Expreß in die CSR vom 25.7.27. Rohrpostbeförderung in Wien. Karte Ausland 18 Groschen, Eilzustellung 80 Groschen. Die Karte ist um 2 Groschen unterfrankiert



Karte vom 23.8.32 von Liezen nach Mauthen, Postlagergebühr 10 Groschen.



Karte vom 2.9.32 von Klein St. Paul nach Wien. Seit 1.9.32 galt das neue Kartenporto von 12 Groschen.
Die Nachgebühr betrug das doppelte des Fehlbetrages, mindestens jedoch 12 Groschen.

Kaiserschmidt




Zuletzt von kaiserschmidt am Mo Jun 08, 2015 1:58 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mi Feb 11, 2015 7:14 pm

(Anmerkung Moderator: einige Beiträge wurden im Einverständnis mit den Autoren gelöscht)

Hallo Ingo,

jeder hat seine eigene Art zu sammeln und das ist auch gut so. Ich habe allerdings bei den Ganzsachen eine andere Ansicht als Du. Ich glaube, die Ganzsache und ihre vielfältige Möglichkeit der Verwendung unter allen möglichen Gesichtspunkten gehören zusammen. Ich würde es für richtig empfinden, wenn Du in diesem thread
die Ganzsachen dieser Zeit unter Deiner Betrachtungsweise vorstellen würdest, denn im thread Ganzsachen Österreich gehen sie unter, so reichhaltig ist dieses Gebiet.  Auch die anderen Forumsmitglieder können dann mehr lernen, denn Du zeigst sicher Punkte auf, die ich nicht beachte, andere aber wohl interessieren.

Ich denke daß das an den folgenden Privatganzsachen zu sehen ist.




Private Postkarte von Friedrich Thurzo vom 25.4.29. Drucksache bis 10 Gramm 3 Groschen. Thurzo war ein großer Ganzsachensammler.



Umschlag mit einem Wertzeicheneindruck von 3 Groschen auffrankiert auf 50 Groschen als Auslandsbrief nach Frankreich. Absender war Dr. Karl Willer, damals Obmann des Wiener Ganzsachen Sammlervereins.



Drucksache über 10 Gramm vom 18.12.30, Werteindruck 5 Groschen.



Brief mit Werteindruck 15 Groschen vom 22.10.26



Brief mit Werteindruck 16 Groschen vom 18.11.29

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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Di März 17, 2015 8:27 pm

hallo Forumler,

weiter geht es heute mit den Postkarten der I. Republik mit verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten.



Die Frage und Antwortkarten erschienen am 3.2.1927. Antwortkarte aus Berlin vom 7.3.32 vom Verein der Freunde des kohl Handbuchs.



Auch manche Sammler wissen nicht, daß EXPRESS nicht die Beförderung betrifft sondern die Zustellung.
Eine Expreßpostkarte postlagernd ergibt keinen Sinn.
Karte 10 Groschen Expreßgebühr 30 Groschen postlagergebühr 10 Groschen.

Die Bildpostkarten zu 10,18 und 24 Groschen erschienen am 6.7.27



Diese Postkarte von Lindau nach Baden Baden wurde mit einem Bodenseedampfer befördert. Man kann das am Stempel  SCHIFFSBRIEF erkennen.



In ganz Österreich wurde die Postlagergebühr vorschriftsmäßig mit Portomarken abgegolten. Nur in Innsbruck gab es dafür einen Stempel, der auf postlagernden Sendungen abgeschlagen wurde.



Reko Postkarte vom 3.10.28 von Himberg nach Wien. Karte 10 Groschen Rekogebühr 30 Groschen.



Vom 1.1.28 bis 1.1.30 war die Einschreibegebühr und die Expreßgebühr gleich. Karte 10 Groschen Rohrpostzuschlag 30 Groschen. Der Absender meldet seinem Chef seine Erkrankung.



Reko Expreßkarte vom 3.12.27 mit Rohrpost befördert. Karte 10 Groschen Einschreibegebühr 30 Groschen Expreß=Rohrpostgebühr 20 Groschen.



Inlandskarte eingeschrieben ins Ausland versendet. Wien 10.3.29, Ankunft London 13.3.29. Karte 24 Groschen Einschreibegebühr 60 Groschen.



Inlandskarte Expreß ins begünstigte Ausland versendet. Innsbruck 26.11.30 Ankunftsstempel Görz 27.11.30. Karte 18 Groschen Expreßgebühr 80 Groschen.



Karte vom 3.10.28 von Innsbruck mit Luftpost nach München. Ankunftsstempel München 3.10.28. Karte 10 Groschen Luftpostzuschlag 10 Groschen.

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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Di Apr 21, 2015 7:36 pm


Hallo Forumler,

es folgt die Fortsetzung der Postkarten der I. Republik.




Mit Datum 6.7.27 erschienen auch die Bildpostkarten zu 18 und 24 Groschen. Die Karten zu 18 Groschen waren für das begünstigte Ausland - CSR, Ungarn, Italien Rumänien und Polen, die Karten zu 24 Groschen für das sonstige Ausland. Für Deutschland und Danzig galt der Inlandstarif. Es gab auch hier 3 verschiedene Farbtönungen. Auch der Karton der Karten weist Tönungen auf.
Karte vom 27.2.28 nach Rumänien, Karte vom 22.4.31 nach Ungarn.



Karte vom 30.3.31 mit Flugpost nach Ungarn.




Karte zu 24 Groschen vom 6.6.28 nach Niederländisch Indien, Karte vom 29 8. 32 nach Holland.Auch heir deutliche Farbunterschiede.



Karte vom 2.12.29 von Wien eingeschrieben nach Belgien.



Mit 1.9.32 wurde das begünstigte Porto von 18 Groschen auf 24 Groschen erhöht. Die für die nicht begünstigten Länder gedachte Karte zu 24 Groschen konnte nun für die begünstigten Länder verwendet werden. Karte vom 6.9.32 nach Ungarn.



Am 10.7.27 erschien eine Sonderpostkarte zu 10 Groschen zum 100.Todestag von Beethoven.



Am 4.6.28 erschien eine Sonderpostkarte zum 100. Todestag von Schubert.

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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Do Apr 23, 2015 2:59 pm



hallo Forumler,



diese Privatganzsache habe ich heute erhalten. Der Gastwirt - und Fleischhauer Josef Mayer hat diesen Beleg
am 11.4.36 in Taufkirchen an der Pram aufgegeben und das liegt im Innviertel im Bezirk Schärding. Privarganzsachen der I. Republik aus kleineren Orten habe ich sonst nicht, um so mehr freut mich dieser Beleg
aus der Nähe meiner Heimatstadt.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Sa Mai 09, 2015 2:28 pm


Hallo Forumler,

weiter gehts mit den amtlichen Postkarten.




AQm 1.9.32 erschienen Postkarten ohne Bild zu 12, 24 und 30 Groschen. Hier kann ich nur die Karte zu 12 Groschen zeigen, die anderen, die selten sind, muß ich erst kaufen.
Karte vom 28.4.34 aus Wien in das Anhaltelager Wöllersdorf. Dort waren Nazis und Linksradikale eingesperrt.
Die Karte hat oben den Stempel UNTER ZENSUR und ist auch tatsächlich zensuriert worden.



Karte vom 22.6.34 mit Rohrpost befördert und mit Eilboten zugestellt. Karte 12 Groschen Expreß 30 Groschen. Die Zustellung erfolgte am Tag der Aufgabe.



Rekokarte vom 13.2.33 Wien. Karte 12 Groschen Einschreiben 40 Groschen.



Karte zu 12 Groschen auffrankiert auf 30 Groschen vom 26.1.34 von Weikersdorf nach St. Ingbert im Saargebiet. Bis zum 1.3.35 galt in das Saargebiet der Auslandstarif, ab diesem Zeitpunkt der Inlandstarif.



Karte vom 13.1.33 von Atzenbrugg per Flugpost nach Leipzig.Da die Karte nach Abgang des Fluges eingelangt ist, wurde sie mit der bahn befördert. Ankunftsstempel Leipzig T.A.AB? - erfolgte auch hier die Zustellung mit Eilboten?

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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Sa Mai 09, 2015 4:50 pm





Die Frage und Antwortkarten erschienen am 14.9.34. Herr Hans Teply richtet an das Gericht die Frage, wie groß der Versteigerungserlös eines Hauses war. Die Antwortkarte hängt noch immer an der Fragekarte.



Antwort aus Berlin vom 7.3.34



Bildpostkarte zu 12 Groschen vom 28.8.33 von Mürzzuschlag nach Großveitsch.



Expreßkarte vom 8.3.33 von Wiener Neustadt nach Wien. Karte 12 Groschen Eilzustellung 30 Groschen, Rohrpoststempel.



Bildpostkarte vom 30.5.34 auffrankiert auf eine Auslandsexpreßkarte nach Budapest. Karte 25 Groschen Eilzustellung 120 Groschen, Rohrpostbeförderung.



Bildpostkarte zu 24 Groschen mit Luftpost am 6.4.34 von Wien nach Krakau befördert. Karte 24 Groschen Luftpost 20 Groschen. Nach Polen gab es eine begünstigte Kartengebühr.



Postkarte vom 14.2.34 von Wien nach Zürich. Bei den nicht begünstigten Auslandsdestinationen ist die Schweiz weit voran.


Kaiserschmidt


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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mo Jun 08, 2015 12:18 pm

Hallo Forumler,

nach einer kleinen Pause gehts weiter mit den Ganzsachen der 1. Republik.

Mit Rücksicht auf das geänderte Staatswappen wurden mit Erlaß PTV 60/1934
vom 28.8.34 neue Postganzsachen, die mit aufgedruckten Briefmarken versehen sind, neu herausgegeben, sie zeigen die Abbildung des neuen Staatswappens und den Gebührenbetrag. Der Gesetzestext spricht hier wortwörtlich von aufgedruckten Briefmarken.

Bei den Postkarten handelt es sich hier um die Karte 299-308 nach Schneiderbauer.




Karte mit dem neuen Wappen zu 12 Groschen, Stempel Feuerwerksanstalt
1.12.36.



Rekopostkarte vom 26.11.34 innerhalb Wiens gelaufen. Einschreiben 40 Groschen.



Expreßpostkarte vom 13.9.37. mit Rohrpost befördert. Expreßgebühr 30 Groschen.



Eine unscheinbare, aber sehr seltene Frankatur.  Mit der Rohrpost zum Bahnhof,
die Bebühr dafür betrug 10 Groschen.



Inlandskarte auffrankiert auf den Auslandstarif von 35 Goschen und den Flugzuschlag von 20 Groschen, Wien 28.7.36. Rohrpostbeförderung.



Expreßkarte in die CSR, Wien 11.11.37. Begünstigtes Porto 25 Groschen, Zustellung durch Eilboten 120 Groschen, Rohrpostbeförderung.




Zum gleichen Zeitpunkt erschienen auch die Frage und Antwortkarten mit dem neuen Wappen. Postkarte mit eingedrucktem Text vom 27.2.35 zusammenhängend mit der nicht verwendeten Antwortkarte.



Antwortkarte aus Leipzig vom 12.12.36 nach Wien. Im Text wird auf den Umrechnungskurs Reichsmark zu Schilling Bezug genommen, für 100 Schilling wurden durch die Bank 48,20 Reichsmark vergütet. Nach dem Anschluß wurde ein Umrechnungskurs von 1:1,5 festgesetzt - ein Geschenk an die Österreicher ,bei denen die Kaufkraft plötzlich um ein Drittel gestiegen war.

Kaiserschmidt



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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Di Jun 09, 2015 10:12 am



Mit 28.8.34 wurden auch Bildpostkarten zu 12 Groschen angekündigt, aus Anlaß der Portoerhöhung zum 1.5.34 der Auslandspostgebühren wurden auch Bildpostkarten zu 25 Groschen und zu 35 Groschen neu aufgelegt und zwar zum 14.9.1934. Zu diesem Zeitpunkt erschienen auch Frage und Antwortkarten ohne Bild mit 25 und 35 Groschen. Die beiden letzteren Karten sind selten, ich kann sie nicht zeigen.
Am 17.6.36 erschienen die Bildpostkarten zu 35 Groschen, am 16.12.36 die Bildpostkarten zu 12 und zu 25 Groschen in etwas geänderter Ausführung, diese werden bei Schneiderbauer unter der Nummer 306 bis 308 gelistet, am besten erkennt man den Unterschied an der geänderten Schrift.

Alle verschiedenen Bilder sind bei Schneiderbauer angeführt, es gibt Spezialsammler, die diese suchen. Bei den Bildpostkarten zu 12 Groschen habe ich alle Bilder, verzichte aber , sie zu zeigen.

Die Karten zu 12 Groschen sind Massenware, die Auslandskarten zu 25 Groschen sind nicht so häufig, die zu 35 Groschen eher selten.



Karte zu 12 Groschen aus dem Gefängnis vom 1.9.36. Schrift unter dem Bild in Fraktur.



Karte zu 12 Groschen Stempel Millstatt 31.8.36 Expreß nach Reifnitz.



Inlandskarte zu 12 Groschen Wien 20.5.36 per Luftpost nach Italien. Begünstigtes Kartenporto 25 Groschen, Luftpostzuschlag 20 Groschen.



Bildpostkarte mit Groteskschrift aus Graz 25.1.38 Reko Expreß nach Wien, Rohrpostbeförderung. Einschreiben 40 Groschen, Expreß 30 Groschen.



Karte zu 12 Groschen aus Schärding 17.8.37 per Luftpost nach Innsbruck.
Gesamttarif dieser Ganzsache 20 Groschen.


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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mi Jun 10, 2015 10:46 pm





Die 25 Groschen Karte deckte das Porto nach der CSR, Ungarn, Polen , Rumänien und nach Italien ab. Karte vom 21.6.36 nach Ungarn,



Verwwendung der Auslandspostkarte als reko Karte Inland. Karte 12 Groschen Einschreiben 40 Groschen.



Die Karte für das begünstigte Ausland wurde hier um 10 Groschen für den Tarif von 35 Groschen in das nicht begünstigte Ausland auffrankiert.



Karte aus Pottendorf Expreß nach Ungarn. Die Karte wurde innerhalb Wiens mit der Rohrpost befördert. Karte 25 Groschewn Eil 120 Groschen.



Karte vom 15.9.36 von Hofgastein nach Jerusalem. Damals kurten Gäste aus allen Ländern in Gastein.



Zum Schluß noch eine Karte einer früheren Ausgabe als Erstflugbeleg nach
Persien. Die Strecke führte über Moskau und Baku. Karte 24 Groschen Flugzuschlag 50 Groschen. Absender war Georg Sobetzky.


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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Fr Jun 12, 2015 11:59 am



hallo Forumler,

weiter gehts mit den Kartenbriefen.




Am 23.11.25 erschien der erste Kartenbrief in Schilingwährung mit 15 Groschen Werteindruck. Brief vom 23.8.28 Stempel Plank am Kamp.



Brief verwendet in der Rohrpost Wien 6.7.26. Briefgebühr 15 Groschen Rohrpost 20 Groschen.



Kartenbrief Inland in Auslandsverwendung Graz 4.7.27 nach New York. Briefgebühr 40 Groschen Einschreiben 60 Groschen.



Kartenbrief zu 15 Groschen Expreß in das begünstigte Ausland. Wien 23.9.26. Brief 30 Groschen Expreßgebühr 80 Groschen.



Aus Anlaß der Portoerhöhung zum 1.2.29 erschien am 18.1.29 ein Kartenbrief mit Werteindruck von 16 Groschen. Vor Ausgabe dieses Kartenbriefes waren weisungsgemäß die KB zu 15 Groschen mit einer Zusatzfrankatur von 1 Groschen zu versehen und aufzubrauchen.
Bei diesem KB sind die Ränder nicht abgerissen, das ist nicht sehr häufig.
Wien 15.10.29




KB zu 16 Groschen Wien 8.10.29 eingeschrieben mit 30 Groschen ZF.



Kartenbrief vom 18.2.30 auffrankiert auf das neue Porto von 20 Groschen.

Mit der Portoerhöhung vom 1.1.30 erschienen zu diesem Zeitpunkt neue Kartenbriefe mit Werteindruck von 20 Groschen. Brief vom 19.3.30 Stempel Wien.



Kartenbrief auffrankiert auf 40 Groschen nach New York. Wien 19.8.30.



Reko Expreß Brief vom 20.3.33 Wien , Rohrpostbeförderung. Brief 20 Groschen Reko 40 Groschen Eil 30 Groschen.



Wenn man den Inhalt des Briefes liest, versteht man, warum dieser Brief so schnell zugestellt werden solte.



Kartenbrief per Flugpost nach Paris, Wien 8.10.31, Rohrpostbeförderung. Brief 40 Groschen Flugpostzuschlag 30 Groschen.


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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Fr Jun 12, 2015 2:08 pm



Mit 1.9.32 wurden die Kartenbriefe zu 24 Groschen ausgegeben, wobei wiederum die alten KB mit Zusatzfrankaturen zuversehen und aufzubrauchen waren.   Kartenbrief Stempel Linz 10.7.33 nach Seewalchen am Attersee.




KB zu 24 Groschen in Wien 12.3.34 18 Uhr 20 aufgegeben, in Salzburg am 13.3.34 um 7 Uhr zugestellt. Rohrpostbeförderung. Auch damals waren schon Gauner unterwegs.



Kartenbrief aus Graz 10.6.33 nach Deutschland, da am Sonntag kein Flug, Beförderung mit der Bahn. Brief 24 Groschen, Flugzuschlag 20 Groschen.



Am 28.8.34 wurde durch das neue Wappen Österreichs ein neuer Kartenbrief herausgegeben, der Nennwert blieb gleich. KB vom 15.4.36 von St. Gallen in der Steiermark nach Linz.



KB in Wien mit der Rohrpost befördert und mit Eilboten zugestellt. Wien 12.10.35.


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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mi Feb 15, 2017 11:08 am


Hallo Forumler,




Anrwortkarte aus den USA vom 9.9.1929 nach Großreifling in der Steiermark. Diese Anrwortkarte wurde via Air Mail
aufgegeben. Warum eine Nachgebühr von den Amerikanern angesetzt wurde, weiß ich nicht, da die Karte
( Michel P 277 ) mit 24 Groschen richtig frankiert war. In Österreich wurden deshalb 14 Groschen Nachporto verlangt.
Der Absender dürfte ein Zeppelinsammler gewesen sein, er schreibt auch von einem Gedicht an Dr. Eckener.
Ein dekoratives Stück.

Kaiserschmidt

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BeitragThema: Nachporto   Sa Feb 18, 2017 1:22 am

Hallo Kaiserschmidt,

Frage:
Was bedeutet der Stempel "T10/CENTIMES" ??

mfG
planke
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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mo März 06, 2017 8:37 pm


Hallo Planke,

ich bin heute von einem längeren Urlaub zurückgekommen und kann daher erst jetzt deine Frage beantworten.

Nach Ansicht der US Post war die Karte unterfrankiert und mit dieser Anmerkung wurden die Österreicher benachrichtigt, dass Nachgebühr einzuheben wäre. Die Höhe dieser Nachgebühr betrug 10 ( Gold) centimes und mit Hilfe einer Umrechnungstabelle konnte dann die Nachgebühr in Groschen berechnet werden, in diesem Falle 14 Groschen.

Reinhard

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BeitragThema: "T10/CENTIMES" ??   Di März 07, 2017 12:29 am

Hallo Reinhard,
danke für diese ausführliche Information.
Wieder etwas dazugelernt Surprised
mfG
planke
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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Mi Aug 09, 2017 11:39 am


hallo Forumler,





Kartenbrief zu 15 Groschen in Auslandsverwendung am 1.8.1932 in Gross Siegharts gestempelt.
Über die Gültigkeit des 15 Groschen Kartenbriefes habe ich leider in keinem Katalog Daten gefunden, da muß ich wieder einmal in die Bibliothek in Wien. Allerdings ist in der Verordnung B.M.Z. 57312 vom 13.12.1929 anläßlich der Ausgabe des 20 Groschen Kartenbriefes ausgeführt, daß die bestehenden Kartenbriefe zu 16 Groschen weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Daraus schließe ich, daß die Kartenbriefe zu 15 Groschen zu diesem Zeitpunkt bereits ungültig waren.
Brief begünstigtes Ausland 30 Groschen Eilzustellung 80 Groschen.
Die Beförderung ist auf Grund der Stempel rückseitig gut nachvollziehbar.

Ebay € 12,-

Kaiserschmidt





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BeitragThema: Re: Bedarfspost Ganzsachen Österreich 1925-1938   Di Mai 29, 2018 1:46 pm


Hallo Forumler,



nach einer längeren Pause wieder eine nette Expreßkarte nach Ungarn.
Aufgegeben in Wien 117 um 16 Uhr, Rohrpost 117 um 16 Uhr 20 zur Rohrpoststaion Wien 19
und in Budapest am nächsten Tag um 10 Uhr 15 zugestellt.
Karte 25 Groschen Zustellung durch Eilboten 120 Groschen.

Kaiserschmidt

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