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 Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht

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roda
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roda


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BeitragThema: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyMo Mai 17, 2010 4:31 pm

Hallo miteinander!

So wie vielen Ausstellern gehen auch mir allerhand Gedanken durch den Kopf, eigentlich schon seit ich Wettbewerbsausstellungen besuche. Nach meinem Abenteuer in Bruchsal habe ich meine Eindrücke wie folgt ein wenig zusammen geschrieben:

Wettbewerbsausstellungen – keine Erneuerung in Sicht?
Wie man am besten neue Aussteller und ein breites Publikum vergrault

Auf Einladung der Briefmarkenfreunde in Bruchsal nahmen einige Mitglieder des Philatelistenklubs Merkur Innsbruck an der SÜDWEST 10 (Rang II-Ausstellung) im schönen Bürgerzentrum der Stadt teil. Die Veranstaltung vom 19. - 21. März wurde von dem örtlichen Verein mit gewohnter deutscher Gründlichkeit bestens organisiert und beworben, und es gab wirklich viel zu sehen – allein über 50 hochwertige Exponate in der Rang-Ausstellung. Dazu kamen noch 23 Jugend-exponate, 33 im Ein-Rahmen-Wettbewerb sowie 28 in zwei Sonderausstellungen bzw. außer Konkurrenz. So mancher Philatelist, welcher die schöne Schau besuchte, kam sicher auf seine Kosten.
Für mich, den Obmann des Philatelistenklubs Merkur war es eine willkommene Gelegenheit, an den drei Tagen Ausstellungsluft zu schnuppern und das ganze Drumherum bei den deutschen Nachbarn kennen zu lernen. Reich an Anregungen für eigene Vorhaben kehrte ich nachhause zurück. Meine Erfolge als Erst-aussteller im Ein-Rahmen-Wettbewerb waren freilich bescheiden, aber ich hatte ja nichts Anderes erwartet. Dass ich am Sonntag noch kurzfristig Gelegenheit bekam, mit einem Juror ein wenig über die Hintergründe für meine Exponate zu sprechen, freute mich sehr, und ich bedanke mich bei der Ausstellungsleitung um Robert Krumböck ganz besonders dafür.
Mit großem Interesse beobachtete ich an diesen Tagen, welche Besucher diese Ausstellung wohl anlocken würde. Zur feierlichen Eröffnung im Ehrenbergsaal fanden sich hochrangige, geladene Gäste und etliche Aussteller ein. Also schon hier: Philatelie vorwiegend für Philatelisten! An den folgenden Tagen traf ich im „Rahmenwald“ hauptsächlich auf Juroren und Aussteller, ich will aber nicht vergessen, dass am ersten Tag auch jugendliche Sammler unterwegs waren, die recht eifrig nach Rätsellösungen suchten. Da und dort erklärte ein Aussteller einem Bekannten oder Verwandten sein Exponat, und im Erdgeschoss des Bürgerzentrums suchten einige Sammler bei den Händlern nach einem Schnäppchen. Am Sonntagvormittag herrschte am meisten Betrieb, weil es für viele Aussteller galt, die begehrten Preise selbst in Empfang zu nehmen. Für regen Besuch sorgte aber auch die Sammler-Tauschbörse im Ehrenbergsaal.
Letztlich musste ich auch in Bruchsal zur Kenntnis nehmen, dass sich die Veranstalter mehr Besuch verdient und wohl auch erwartet hätten. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Briefmarken-Ausstellungen besucht und mich anfangs sehr darüber gewundert, warum zu solchen interessanten Veranstaltungen nicht mehr Leute kommen. In Bruchsal gab es ja am Sonntag vor dem Bürgerzentrum einen „Verkaufsoffenen Sonntag“ mit allerlei Ständen und viel Besucherzustrom. Was hielt die vielen Leute davon ab, die schöne Schau mit in ihr Programm aufzunehmen? Hinweise darauf gab es in der Umgebung genug.
Inzwischen ist mein Horizont erweitert und die Tage in Bruchsal haben wiederum deutlich gezeigt, dass es uns Philatelisten leider nicht gelingt, mit unseren Bemühungen auch den Mann von der Straße anzulocken. Da muss doch etwas schief laufen!
Zum Ersten müssen wir wohl zugeben, dass unserem Hobby nach wie vor landläufig nachgesagt wird, dass wir Sammler der älteren Generation am liebsten im stillen Kämmerlein unseren Neigungen frönen. Damit können wir natürlich bei der heutigen Generation nicht mehr punkten, und seit meiner Mitarbeit in der Vereinsleitung kämpfen meine Mitstreiter und ich dagegen an. Für unsere Briefmarkenschau „Helden–Idole-Vorbilder“ zum Jubiläumsjahr 1809 – 2009 suchten wir von Beginn an nach einer Öffnung nach allen Seiten hin, suchten die Zusammenarbeit mit dem Land Tirol, mit den Verantwortlichen in der Jugendarbeit und legten den Termin so, dass in der Haller Burg Hasegg gleichzeitig eine Jugendtheater-Woche zum selben Thema stattfand. Mit einer interessanten, reichhaltigen und offenen rein thematischen Schau, einer Publikumswahl und entsprechender Werbung gelang es uns tatsächlich, außer dem gewohnten philatelistischen Publikum zahlreiche „Normalverbraucher“ anzulocken. Wir wissen, dass von vielen anderen Vereinen in den letzten Jahren ähnliche Wege mit ähnlichen Erfolgen gesucht wurden, und wir werden auf alle Fälle bei unserem nächsten Vorhaben einige gute Ideen aufgreifen.
Nun, wird der geschätzte Leser sagen, das ist ja etwas ganz Anderes als eine Wettbewerbsausstellung! Richtig, aber ich denke, wir müssen auch dort ein Umdenken einleiten, wenn wir nicht unserer Nachrede, eine aussterbende Spezies zu sein, gerecht werden wollen. Wer nur ein bisschen Ehrlichkeit zu sich selber aufbringt, der muss doch sehen, dass dort kaum noch Besucher hin finden. Mit den älter werdenden Ausstellern und großen Philatelisten lassen sich vielleicht noch Weltausstellungen füllen. Geschlossene Gesellschaft! Vielseitig interessierte Menschen haben vielleicht schon mal hinein geguckt zu uns, sich aber meist erschrocken abgewendet, weil wir im Wettbewerb – und jetzt noch mal ganz ehrlich – einen furchtbaren „Eintopf“ produzieren. Rahmenreihe hinunter, die nächste hinauf – überall dasselbe Bild: Alte und älteste Belege, am liebsten mit detailgenauen philatelistischen Beschreibungen, freilich nur seltene Stücke erwünscht, postgeschichtlich interessante Fakten und rare Stempel-abschläge bis zum Überdruss. Hätte ich in Bruchsal alle Exponate einigermaßen genau studieren wollen, dann hätte ich noch eine Woche anhängen müssen.
Ich weiß, dass meine Gedanken nicht neu sind. Schon in den 70-er und 80-er-Jahren des 20. Jahrhunderts kam als Alternative das Motivsammeln – heute Thematische Philatelie – in Mode. Damit versuchen wir insbesondere bei der jüngeren Generation unser Glück, ich habe meine Jungsammler im Verein auch anfangs nur über die schönen Motive begeistern können. Aber was hat man in den höchsten Gremien der Philatelie daraus gemacht? Das wohl komplizierteste Regelwerk gibt es inzwischen für die Thematiker. Und wehe dem Aussteller, der glaubt, sich nicht daran halten zu müssen! Bester Beweis folgt!
Nur ganz Freche wie ich wagen es gegen den Strom zu schwimmen. Sowohl in Gmunden beim Austria-Junior-Cup als auch nun bei den Erwachsenen in Bruchsal machten wir einen „Testlauf“. Wir zeigten im Wettbewerb Ein-Rahmen-Exponate, welche im Bemühen entstanden, auch für den bereits angesprochenen Mann von der Straße interessant zu sein. Wir wollten unsere Freude an unserem Hobby zeigen und damit Leute ansprechen, die von der hohen Philatelie ( noch ) keine Ahnung haben, aber dem Briefmarkensammeln nicht grundsätzlich negativ gegenüber stehen.
Nun, was glauben die geschätzten Leser, wie es uns da ergangen ist? Wie von mir erwartet, konnten wir damit im Wettbewerb kaum bestehen, in Gmunden wurden wir von den Juroren zwar für unser Bemühen gelobt, aber an die letzte Stelle der teilnehmenden Mannschaften gereiht, weil wir uns nicht an das Reglement gehalten haben. Dasselbe passierte mir nun in Bruchsal mit meinen Exponaten „L(i)ebenswerte DDR“, „Kleine Kostbarkeiten oder . . .?“ und „Kunst und Briefmarken = Briefmarkenkunst - made in Cechoslowakia“. Alles nix, im Wett-bewerb kannst du mit kreativem Gestalten, originellen Ideen und mit kindlicher Freude an Briefmarken nicht kommen, da musst du die Regeln einhalten und -schön erwachsen klingend, nicht kindgemäß oder in gewöhnlicher Sprache - alles möglichst genau beschreiben. So schaut es aus und - ich habe die Worte des freundlichen Jurors in Bruchsal noch in den Ohren – ich mag in manchen Belangen Recht haben, aber deswegen brauche ich noch lange nicht Recht bekommen.
Haben Sie sich schon einmal gewundert, wie gleichartig die Jugendexponate im Wettbewerb anzuschauen sind? Ein trauriges, einförmiges Bild, das wir dort abgeben, und das nur, weil die Kinder etwas nach den Vorstellungen der Juroren anfertigen müssen, um Gold und Silber zu erreichen. Dabei sollte uns aber die Förderung von Kreativität und Gestaltungsfreude unserer Nachkommen viel mehr wert sein.
Keine Erneuerung in Sicht? Nein, solange man sich an das über die Jahrzehnte gewachsene Regelwerk klammert, sehe ich keinen Lichtstreifen am Horizont für eine zeitgemäße und moderne Philatelie, die auch dem Besucher von draußen etwas geben kann. Und ganz einfach: Deswegen kommt er nicht herein, deswegen können wir ihn auch nicht für unser Hobby gewinnen.
Sollte ich mit meinen Gedanken auf mehr Zustimmung als erwartet stoßen und auch die höchsten Stellen in den Verbänden erreichen, dann wäre es mir eine Freude, an einem neuen Regelwerk für Wettbewerbsausstellungen, insbesondere für den Jugendwettbewerb, aktiv mitzuarbeiten.
In diesem Sinne – weiterhin viel Spaß an einem der schönsten Hobbys der Welt!


In dieser Form gibt es auf mein Schreiben schon einige interessante Antworten von Bekannten und Funktionären.
Jede wie immer geartete Rückmeldung von eurer Seite freut mich mehr, als ihr denkt ! !
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helmut
Mitglied
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helmut


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BeitragThema: Wettbewerbsausstellung, keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyMo Mai 17, 2010 8:20 pm

Wettbewerbsausstellungen im bisherigen Sinn sind Auslaufmodelle! Es kommen meist nur wenige, die sich dafür interessieren und sich intensiv damit befassen. Ein Laie kann mit solchen Wettbewerbsausstellungen nicht viel anfangen. Laut meinen Erfahrungen erreicht man die Besucher am besten bei sogenannten Briefmarkenwerbeschauen in Verbindung mit gleichzeitigen Veranstaltungen.
(Eisenbahnfeste, Wandertage oder andere ortsbezogene Veranstaltungen.) Hier konnten sich füher die jeweiligen Vereine der Öffentlichkeit präsentieren und hatten sehr schöne Erfolge zu verzeichnen! Leider wurde der Tatendrang der Vereine von oben her eingebremst.(PostAG, Voeph) Kein Wunder,dass die Philatelie still und leise einschläft. Ich habe auch meine Ausstellungsobjekte im Jahr 2002 eingemottet.
Gruss Helmut
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Cantus
Mitglied in Silber
Cantus


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BeitragThema: Re: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyDi Mai 18, 2010 11:45 pm

Hallo Robert,
entschuldige, dass ich nicht geantwortet habe, aber ich hatte einfach zu viel um die Ohren.

Wettbewerbsausstellungen haben mich als Aktiven stets abgeschreckt, denn zum Einen stößt man da auf so furchtbar viele alte Besserwisser, zum anderen schrecken mich schon immer diese starren Regelungen ab, wie man welche Sammlung aufzubauen hat, um da überhaupt positive Bewertungen zu erhalten. Außerdem hatten und haben da normale Sammler mit kleinem Geldbeutel so gut wie nie eine Chance, da bei Sammlungen vor allen Dingen die ganz besonderen und zumeist exorbitant teuren Marken oder Belege die positive oder (beim Fehlen) die negative Einschätzung der Beurteiler beeinflussen.

Ich schaue mir bei solchen Ausstellungen zumeist nur die Spezialsammlungen an, die meinen Sammelgebieten entsprechen, bemitleide ein wenig die, die sich da so viel Arbeit für so wenig Interessierte gemacht haben, ziehe es selber aber vor, dort meine Schätze nicht zu zeigen, sondern (bisher) ausschließlich in Foren, in denen ich hoffe, auf Gleichgesinnte zu treffen. Auch Veröffentlichungen in Zeitschriften habe ich bisher immer gemieden, da meine Art zu sammeln in aller Regel keinen Widerklang in Fachzeitungen findet. Ständig ist da von Rortostufen die Rede, sowas schreckt mich ab, denn ich bin Ganzsachensammler und kein Portostufenfetischist. Und so wenig, wie mich mein ganzes Leben lang interessiert hat, ob ich nun korrektes oder zu hohes Porto auf meine Briefe und Karten klebe, so wenig interessiert mich das als Sammler.

Natürlich leiden besonders Vereinszeitungen massiv darunter, dass viele Vereinsmitglieder sich zwar als Sammler bezeichnen, aber so gut wie nie auch nur den kleinsten Einblick in ihre Sammlungen gewähren, aber ich alleine kann das auch nicht alles ausgleichen, schließlich bin ich noch berufstätig, und daneben bietet das Leben noch so viele andere interessante Momente. Sie sollte man nicht versäumen, denn erst die Abwechslung bringt die Würze.

Viele Grüße
Ingo
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roda
Mitglied
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roda


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BeitragThema: Wettbewerbsausstellungen - hui oder pfui?   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyFr Mai 21, 2010 10:30 am

Du hast den Ist-Zustand der Wettbewerbsausstellungen aus meiner Sicht gut auf den Punkt gebracht, Ingo! ja

Da denken wir ganz ähnlich, und daher habe ich ja den Beitrag ins Forum gestellt, weil ich finde, so kann es ja nicht in alle Ewigkeit weiter gehen. Wenn das ganze veraltete Reglement endlich in eine zeitgemäße Form gebracht und entsprechend "menschlicher" gestaltet würde, dann könnten sie uns zwei wohl auch wieder als Aussteller im Wettbewerb begrüßen. Aber natürlich ohne langweilige und eh keinen interessierende Portostufenabhandlungen - fällt mir doch nicht im Traum ein!

Grüße nach Neutrebbin
Robert

P.S.: Und was denken sich die "vergoldeten" Aussteller, wenn sie unsere Ansichten hier im Forum lesen? Question Question
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kawa
Mitglied in Bronze
kawa


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BeitragThema: Re: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyFr Mai 21, 2010 8:41 pm

Guten Abend

mir war es schon immer egal ob ich die Regeln einhalte oder nicht.
Ich wollte einfach meine Sammlung ob Offene-Klasse
oder thematische Sammlung einfach den Besuchern zeigen.
Habe ich doch einiges anhören müssen -Gutes und Schlechtes- von den Juroren.

Ich glaube aber auch nicht daran, dass unser Hobby/Ausstellungen kombiniert mit anderen Anlässen, Zukunft hat.
Das Interessse fehlt einfach.
Im 2008 hatten wir in unserem Dorf ein Jubiläum zu Feiern.
So konnten verschiedene Firmen und Vereine sich Vorstellen.
Jeweils wurden zwei Firmen und ein Verein in einem kleinem Zelt untergebracht, diese waren im ganzen Dorf verteilt.
Die Philatelie fand kein Anklang

Gruss
kawa

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tazzles
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BeitragThema: Re: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptySa Mai 22, 2010 5:16 am

Meine Meinung ueber diese Frage ist sehr einfach. Mein Hobby macht mir Freude und soll mir nur Freude machen. Wenn Austellen Aerger bereitet dann lauf ich weg davon. Smile
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rwh
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rwh


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BeitragThema: Re: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptySo Mai 23, 2010 8:23 pm

Hallo Zusammen!

Also ich habe noch nie an einer Ausstellung teilgenommen, obwohl ich genügend "Material" hätte.

Wenn jemand nach dem Warum fragt, dann ist meine Antwort ganz einfach:
Ich will nicht ein kompliziertes Regelwerk vorher lesen müssen und mir vielleicht noch von einem "Besserwisser" sagen lassen müssen, was mir noch so alles fehlt...
Als Sammler weiß ich dies ohnehin selbst.


Was ich jedoch tue:
Ich zeige Teile meiner Sammlung(en) Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen oder auch hier im Forum.
Dazu wähle ich Teile der Sammlung von der ich glaube, dass dies den betreffenden interessieren könnte.
Meistens erreicht man dadurch spannende Gespräche und kann seine Liebe am Hobby Philatelie, sowie die Hintergründe dazu, weitergeben.



Übrigens habe ich auch bei der WIPA08 zuwenig Zeit gehabt um mir alle Exponate anzusehen - obwohl ich zwei Tage dort war.
Aber einen Tag brauchte ich schon fast mit dem Besuch der verschieden Postämter und Händlerstände.
Daher habe ich mir nur gewisse Exponate angesehen, welche in meine Sammelgebiete fallen oder welche ich mir unbedingt ansehen wollte.
Der größte Ansturm war aber ohnehin bei den Postämtern und Händlern.
Manchmal fühlte ich mich zwischen den Exponaten richtig einsam - obwohl viele Menschen da waren...

Die größte Schlange gab es beim Stand der österreichischen Post für die personalisierte Marke zum Mitnehmen.
Also aus meiner Sicht könnte das A (Ausstellung) in WIPA genausogut durch ein V (Verkaufsveranstaltung) ersetzt werden.

Ein Umdenken und eine Anpassung an das neue Jahrtausend wäre darum umso wichtiger.

LG Robert
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Marken-Joe
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Marken-Joe


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BeitragThema: Re: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyMo Mai 24, 2010 8:38 am

Falls jemand doch einmal den Mut findet, an einer Ausstellung teilzunehmen,hier ein interessanter Beitrag aus einem anderen Forum,wie man so was angehen kann-wie ich finde sehr spannend und lehrreich:

http://www.bdph.de/forum/showthread.php?t=4072&highlight=Ausstellung
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roda
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roda


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BeitragThema: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyMo Mai 24, 2010 9:13 am

Danke für den nützlichen Hinweis! Wink
Viele interessante Beiträge im Forum des deutschen Verbandes - habe gerade einen Eintrag gelesen, der voll auf meiner Linie liegt.

Gruß Robert
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Clemens Brandstetter
Mitglied
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Clemens Brandstetter


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BeitragThema: Re: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyFr Jan 31, 2020 6:39 pm

Ich kenne nichts Langweiligeres als Briefmarken-Sammeln, und nichts Spannenderes als thematische Exponate gestalten. Ob ich mich nun an Regeln halte oder nicht, macht meiner Freude keinen Abbruch. Leider sind gerade die Philatelisten oft nörgelnde Besserwisser, die meine Freude nicht teilen wollen oder können und mit einem thematischen Exponat nichts, wirklich nichts anfangen können. Denen sind Katalognummern, Plattenfehler oder Zahnabstände wichtiger. Da muss man eben neue Wege gehen - etwa seine Exponate ins Internet stellen - mit einer kurzen Beschreibung - zumindest zweisprachig. Dann darf man hoffen, dass nicht voreingenommene Betrachter, denen es um die Geschichte und nicht um Philatelie geht über eine Suchmaschine den Weg zum Exponat finden. Man darf es aber auch durchaus wagen, seine Exponate dort zu zeigen, wo Leute stehen bleiben müssen, etwa in Ämtern, Banken, Postämtern oder in Schulen. Sind die Geschichten spannend, lustig, aktuell, farbig, dekorativ - ist es wie mit einer Zeitung: der Betrachter sieht sich nur die Bildchen an, liest nur die Überschriften - oder bleibt eben stehen und freut sich über eine ihn interessierende Geschichte.
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Gerhard
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BeitragThema: Re: Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht   Wettbewerbsausstellungen - keine Erneuerung in Sicht EmptyFr Jan 31, 2020 10:54 pm

Lieber Clemens,

@Clemens Brandstetter schrieb:
Ich kenne nichts Langweiligeres als Briefmarken-Sammeln, und nichts Spannenderes als thematische Exponate gestalten. Ob ich mich nun an Regeln halte oder nicht, macht meiner Freude keinen Abbruch.

lass dir deine Freude und den Spaß am Gestalten von thematischen Sammlungen nicht nehmen. Und an Regeln halten muss sich in der Philatelie nur, wer an Wettbewerbsausstellungen unbedingt mit Erfolg teilnehmen will. Auch und gerade thematische Exponate bieten die Gelegenheit, die Philatelie in all ihrer Vielfältigkeit zu betreiben und zu dokumentieren.
Ich selbst bin aber schon lange der Überzeugung, man sollte diesen unseligen Begriff „Wettbewerbsausstellung“ auf z.B. „Bewertungsausstellung“ abändern.

@Clemens Brandstetter schrieb:
Leider sind gerade die Philatelisten oft nörgelnde Besserwisser, die meine Freude nicht teilen wollen oder können und mit einem thematischen Exponat nichts, wirklich nichts anfangen können. Denen sind Katalognummern, Plattenfehler oder Zahnabstände wichtiger.

Da sollten wir Briefmarkensammler alle toleranter sein – und jedem/jeder die Freude an den Dingen und Themen gönnen, die ihm/ihr Spaß machen. Ich gebe aber zu, ich selbst kann mit Sammlern, denen nur Katalognummern und Katalogwerten wichtig sind, wenig anfangen. Aber die Kunst, es allen Menschen recht zu machen, werden auch wir Philatelisten nicht zuwege bringen (*1)

@Clemens Brandstetter schrieb:
Da muss man eben neue Wege gehen - etwa seine Exponate ins Internet stellen

Wir versuchen dazu mit dem Briefmarkenforum unseren Beitrag zu leisten, wir würden uns freuen wenn du dich mit Beiträgen zu deinen thematischen Sammlungen beteiligst.
Aber auch die traditionellen Philatelie, die Postgeschichte und die Philokartie soll ihren Platz hier haben.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard

*1) "Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann"
"Seltsamer Spazierritt" von Johann Peter Hebel (1811)

Seltsamer Spazierritt

Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Haus und lässt seinen Buben zu Fuß nebenher laufen. Kommt ein Wanderer und sagt: »Das ist nicht recht, Vater, dass Ihr reitet und lasst Euren Sohn laufen; Ihr habt stärkere Glieder.« Da stieg der Vater vom Esel herab und ließ den Sohn reiten. Kommt wieder ein Wandersmann und sagt: »Das ist nicht recht, Bursche, dass du reitest und deinen Vater zu Fuß gehen lässt. Du hast jüngere Beine.« Da saßen beide auf und ritten eine Strecke. Kommt ein dritter Wandersmann und sagt: »Was ist das für ein Unverstand, zwei Kerle auf einem schwachen Tier. Sollte man nicht einen Stock nehmen, und euch beide hinabjagen?« Da stiegen beide ab und gingen dritt zu Fuß, rechts und links der Vater und Sohn, und in der Mitte der Esel. Kommt ein vierter Wandersmann und sagt: »ihr seid drei kuriose Gesellen. Ist's nicht genug, wenn zwei zu Fuß gehen? Geht's nicht, leichter, wenn einer von euch reitet?« Da band der Vater dem Esel die vorderen Beine zusammen, und der Sohn band ihm die hintern Beine zusammen, zogen einen starken Baumpfahl durch, der an der Straße stand, und trugen den Esel auf der Achsel heim.

So weit kann's kommen, wenn man es allen Leuten will recht machen.
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